Anker Solix Solarbank 4 E5000 Pro im Test: 5-kWh-Speicher mit 2.500 Watt Ausgangsleistung
#### Auf einen Blick
### Unsere Wertung
### Pro
* Riesige Basiskapazität von 5 kWh, erweiterbar auf 30 kWh
* Bis zu 2.500 Watt netzgekoppelte Leistung über PluginPower 2.0
* Vier unabhängige MPPT-Tracker für flexible Modulausrichtungen
* Meist genaue Regelung über Smart Meter Gen 2
* Gehäuse mit Schutzart IP66
* Laut Hersteller 10.000 Ladezyklen und zehn Jahre Garantie
### Kontra
* Groß und mit rund 50 Kilogramm sehr schwer
* Erstkopplung mit der App verlief in unserem Test holprig
### Fazit
Die Anker Solix Solarbank 4 E5000 Pro geht deutlich über ein klassisches Balkonkraftwerk hinaus. Im vereinfachten Steckersolarbetrieb gibt sie bis zu 800 VA ins Hausnetz ab. Mit PluginPower 2.0 sind nach fachgerechter Installation und Anmeldung bis zu 2.500 Watt netzgekoppelte Ausgangsleistung möglich. Die Basiskapazität von 5 kWh und vier unabhängige MPPT-Tracker machen das System auch für Haushalte mit höherem Strombedarf interessant. Eine kompakte und günstige Einstiegslösung ist die Solarbank allerdings nicht. Dafür lässt sich die Speicherkapazität später mit zusätzlichen Akkumodulen erweitern.
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Viele Balkonkraftwerke werden inzwischen um leistungsfähige Speicher ergänzt. Mit der Solarbank 4 E5000 Pro bringt Anker Solix einen Speicher auf den Markt, der sich preislich und technisch deutlich von Einstiegssystemen abhebt. Wir haben das Gerät einige Wochen mit einem BP5000, einem Smart Meter Gen 2 und acht 500-Watt-Modulen getestet.
Die Testanlage war über einen von einem Elektriker eingerichteten separaten Stromkreis mit Wieland-Anschluss und aktiviertem PluginPower-2.0-Betrieb netzgekoppelt.
## Design und Verarbeitung
Bereits beim Auspacken fallen Größe und Gewicht der Solarbank 4 E5000 Pro auf. Mit 460 × 305 × 355 Millimetern und rund 50 Kilogramm Gewicht ist sie deutlich größer und schwerer als ihr Vorgänger, die Solarbank 3 Pro, die es auf etwa 29 Kilogramm bringt. Eine Person allein kann die Solarbank kaum sicher anheben und positionieren.
Christoph Hoffmann
Der Erweiterungsakku BP5000 bringt knapp 42 Kilogramm auf die Waage und wird unter die Basiseinheit gestapelt. Die dunkelgrauen Gehäuse wirken robuster und voluminöser als bei der Vorgängergeneration. Ungenutzte MC4-Anschlüsse an der Oberseite lassen sich mit Gummikappen verschließen und so vor Feuchtigkeit schützen.
Das neue Display ist deutlich besser ablesbar. Statt eines schmalen Leuchtbalkens zeigen große Ziffern den Ladezustand an, der auch aus einigen Metern Entfernung erkennbar bleibt. Auch das Netzkabel fällt dicker und robuster aus. Eine kleine Schraube sichert den Anschluss gegen versehentliches Lösen. Diese Fixierung fehlte beim Vorgängermodell.
Christoph Hoffmann
Das Gehäuse besitzt die Schutzart IP66 und ist damit staubdicht sowie gegen starkes Strahlwasser geschützt. Der angegebene Betriebstemperaturbereich reicht von minus 20 bis 55 Grad Celsius. Eine integrierte Akkuheizung temperiert die Zellen bei niedrigen Temperaturen und unterstützt damit insbesondere das Laden unter winterlichen Bedingungen. Laut Hersteller ist das Gehäuse für korrosiv belastete Umgebungen der Kategorie C5 ausgelegt.
## Ausstattung
Die Solarbank besitzt vier unabhängige MPPT-Tracker und unterstützt laut Hersteller insgesamt vier bis zwölf Module. Dabei müssen je Eingang die Grenzwerte für Leistung, Spannung, Betriebsstrom und Kurzschlussstrom eingehalten werden.
Die maximal aufnehmbare PV-Eingangsleistung beträgt insgesamt 5.000 Watt beziehungsweise 1.250 Watt je MPPT. Die getrennte Regelung ist bei unterschiedlichen Modulausrichtungen und Verschattungssituationen vorteilhaft, da jeder Eingang unabhängig arbeitet
Der integrierte LiFePO4-Akku besitzt eine Nennenergie von 5.024 Wh und speichert damit fast doppelt so viel Energie wie die Solarbank 3 Pro mit 2.688 Wh. Mit bis zu fünf BP5000-Erweiterungsakkus steigt die Gesamtkapazität auf 30,144 kWh. Die Zusatzakkus werden unter der Basiseinheit gestapelt. Auch ältere Akkus wie BP1600 und BP2700 der Vorgängergenerationen bleiben kompatibel.
Den größten technischen Unterschied zur Solarbank 3 Pro gibt es beim Netzanschluss. Im vereinfachten Steckersolarbetrieb über Schuko begrenzt das System die netzgekoppelte Ausgangsleistung auf 800 VA. Mit PluginPower 2.0 kann die Solarbank nach fachgerechter Auslegung, Installation und Anmeldung über einen separaten Stromkreis und einen Wieland-Anschluss bis zu 2.500 Watt netzgekoppelt abgeben.
Christoph Hoffmann
Anders als der auf 800 VA begrenzte Steckersolarbetrieb fällt diese Anschlussart nicht unter das vereinfachte Balkonkraftwerkverfahren. Installation und Prüfung müssen deshalb durch eine beim örtlichen Netzbetreiber eingetragene Elektrofachkraft erfolgen, die auch die erforderliche Anmeldung beim Netzbetreiber übernimmt. Der Anlagenbetreiber muss die Anlage zusätzlich im Marktstammdatenregister registrieren.
Über den AC-Eingang lässt sich der Akku mit bis zu 2.500 Watt aus dem Netz laden, etwa für dynamische Stromtarife. In der App lassen sich die maximale Netzaufnahme und die maximale Einspeiseleistung getrennt konfigurieren. Die maximale netzgekoppelte Ausgangsleistung beträgt 800 VA im Steckersolarbetrieb beziehungsweise bis zu 2.500 Watt mit PluginPower 2.0 über einen fachgerecht installierten Wieland-Anschluss.
Die seitliche Off-Grid-Steckdose stellt angeschlossenen Geräten bis zu 2.500 Watt zur Verfügung. Bei einem Stromausfall kann die Solarbank direkt an diesem Ausgang angeschlossene Verbraucher laut Hersteller in weniger als zehn Millisekunden weiter versorgen.
Die Einrichtung und Steuerung erfolgen über die Anker-App, die per Bluetooth oder WLAN mit dem System kommuniziert. Die App unterstützt feste und dynamische Stromtarife. Über Modbus TCP lässt sich die Solarbank in externe Energiemanagementsysteme einbinden.
## Inbetriebnahme
Die Testanlage war im angemeldeten PluginPower-2.0-Betrieb über einen separat abgesicherten Stromkreis mit Wieland-Anschluss netzgekoppelt. Den BP5000 stellten wir zunächst auf eine feste, ebene Fläche. Anschließend setzten wir die Basiseinheit darauf.
Christoph Hoffmann
Die acht Module verbanden wir über Y-Kabel paarweise parallel mit den vier MPPT-Eingängen. Die addierten Betriebs- und Kurzschlussströme der jeweils zwei Module blieben innerhalb der zulässigen Grenzwerte eines Eingangs.
Bei den verwendeten Modulen hätte eine Reihenschaltung zweier Module die maximal zulässige Eingangsspannung von 60 Volt überschritten. Maßgeblich war die addierte, für niedrige Temperaturen korrigierte Leerlaufspannung. Die Beschriftung an den Anschlüssen half bei der korrekten Zuordnung und ließ kaum Raum für Verwechslungen.
Christoph Hoffmann
Für den Betrieb mit bis zu 2.500 Watt installierte und prüfte eine beim Netzbetreiber eingetragene Elektrofachkraft einen separat abgesicherten Stromkreis mit Wieland-Anschluss. Der gleiche Fachbetrieb installierte auch das Smart Meter Gen 2 im Sicherungskasten, da es an allen drei Phasen des Hausnetzes angeschlossen werden muss.
Anschließend kontrollierten wir in der App die Zuordnung der drei CT-Klemmen zu L1, L2 und L3 sowie deren Messrichtung. Die App bezeichnet die korrekte Orientierung in Version 3.22.1 mit „Netz > Start“. Gemeint ist offenbar die Stromflussrichtung vom öffentlichen Netz zur Verbraucherseite des Hauses. Eine falsche Phasenzuordnung oder umgekehrte Messrichtung führen zu fehlerhaften Leistungswerten und können die Regelung beeinträchtigen.
Christoph Hoffmann
Die Kopplung gelang im Test erst nach mehreren Versuchen. Danach führte die App Schritt für Schritt durch die Einrichtung, prüfte zunächst die Firmware und konfigurierte das Kraftwerk. Danach folgten Selbsttest und Auswahl des Betriebsmodus. Abschließend legten wir Stromtarif, SoC-Grenzen und Netzleistungsbegrenzung fest und kontrollierten die CT-Richtung des Smart Meter Gen 2. Erst danach nahm die Solarbank den Betrieb auf.
Christoph Hoffmann
Während der Einrichtung startete die Solarbank zunächst im Modus Eigenverbrauch. Für den Praxistest wechselten wir in den Smart-Modus, der Last-, Wetter- und Tarifdaten in seine Lade- und Entladestrategie einbezieht.
Christoph Hoffmann
Im Test setzten wir die untere Entladegrenze und die Notstromreserve jeweils auf 10 Prozent. Die maximale Ladegrenze lag bei 90 Prozent. Die App behandelt beide unteren Grenzwerte abhängig vom Betriebsmodus.
## Alltagstauglichkeit
Im täglichen Betrieb überzeugt vor allem das Zusammenspiel aus Smart Meter und Solarbank. Bei gleichmäßiger Last hielt die Regelung den Netzbezug meist nahe null. Nach abrupten Lastwechseln benötigte das System einige Sekunden zum Nachregeln. In sonnenreichen Stunden lag der Netzbezug häufig nur bei wenigen Watt.
Christoph Hoffmann
Bei vollständigen AC-Lade- und Entladezyklen lagen die gemessenen Rundlaufverluste zwischen 15 und 20 Prozent. Dafür verglichen wir die am Netzanschluss aufgenommene Energie mit der anschließend über die Off-Grid-Steckdose abgegebenen Energie. Start- und End-SoC waren bei beiden Messungen identisch. Der Messwert umfasst die AC/DC- und DC/AC-Wandlung sowie den während des Lade- und Entladezyklus anfallenden Eigenverbrauch des Systems. Standzeiten zwischen beiden Vorgängen wurden nicht einbezogen.
Mit 4.000 Watt Modulleistung und rund 10 kWh Gesamtspeicher deckte das System an sonnigen Tagen im Test den Haushaltsverbrauch bis weit in die Nacht. Erst bei mehreren bewölkten Tagen hintereinander und hoher Last mit unseren Klimaanlagen leerte sich der Speicher merklich. Im Entladetest mit einer konstanten Last von rund 2.000 Watt stellte die Kombination AC-seitig 9,45 kWh bereit.
Während des Tests zeigten die in der App eingeblendeten Wetterdaten Außentemperaturen von bis zu 35 Grad Celsius. Bei einer separaten Kontrolle meldete die App für die Solarbank 39 Grad und für den BP5000 33 Grad. Dabei handelt es sich vermutlich um intern erfasste Geräte- oder Akkutemperaturen. Die App zeigte bei diesen Werten keine Temperaturwarnung. Eine mögliche thermische Leistungsbegrenzung haben wir nicht separat gemessen. Da die genaue Position der Temperatursensoren nicht dokumentiert ist, lässt sich daraus jedoch keine belastbare thermische Grenzbewertung ableiten.
Christoph Hoffmann
Die AC-seitig am Off-Grid-AusgDie abgegebene Energie erfassten wir mit einem Anker Smart Plug zwischen Off-Grid-Steckdose und Heizlüfter. Wir entluden das vollständig geladene System von 100 auf 1 Prozent. Über eine Laufzeit von rund vier Stunden und 44 Minuten gab die Kombination insgesamt etwa 9,45 kWh an den Heizlüfter ab.
Bezogen auf 99 Prozent der nominellen Speichermenge entspricht die gemessene AC-Energie rechnerisch rund 95 Prozent. Da die SoC-Anzeige nicht zwingend linear zur tatsächlich gespeicherten Energie verläuft, ist dieser Wert kein exakt bestimmter Entladewirkungsgrad. Die Messung erfasst den Eigenverbrauch und die Wandlungsverluste bei der Energieabgabe über die Off-Grid-Steckdose. Verluste des vorausgehenden Ladevorgangs sind darin nicht enthalten.
Wer günstigen Netzstrom zwischenspeichern möchte, sollte diese Rundlaufverluste in die Wirtschaftlichkeitsrechnung einbeziehen.
In einem ergänzenden Test liefen Verbraucher mit rund 900 und 1.800 Watt an der Off-Grid-Steckdose nach dem Trennen des Netzanschlusses ohne erkennbare Unterbrechung weiter. Die vom Hersteller angegebene Umschaltzeit von weniger als zehn Millisekunden wurde dabei nicht messtechnisch überprüft.
Das Laden eines Elektroautos über die Off-Grid-Steckdose funktionierte mit dem verwendeten mobilen Ladegerät bei 10 Ampere und rund 2.300 Watt reibungslos. Die Ladeleistung blieb durch den maximal 2.500 Watt starken Ausgang begrenzt. Laut Smart Meter wurde dabei keine zusätzliche Energie aus dem Hausnetz bezogen.
Fortgeschrittene Nutzer können die Solarbank über Modbus TCP in Home Assistant einbinden. In unserer Home-Assistant-Einbindung wurden die Messwerte ungefähr im Sekundentakt aktualisiert. Die Einbindung ermöglicht eigene Automationen, etwa das gezielte Schalten von Verbrauchern bei Solarüberschuss.
Unsere Testkonfiguration umfasste nur eine Solarbank 4 E5000 Pro. Wie sich das System zusammen mit weiteren Komponenten am Power Dock verhält, lesen Sie in unserem gesonderten Test des Anker Solix Multisystems.
## Fazit
Die Anker Solix Solarbank 4 E5000 Pro überzeugt im Test vor allem mit hoher Leistung und flexibler Erweiterbarkeit. Wer viel Speicherkapazität benötigt, kann das System auf bis zu 30,144 kWh erweitern. Mit vier MPPT-Trackern fällt es zudem flexibler aus als viele kompakte Speicher für Steckersolaranlagen.
Für ein kleines Zwei-Modul-System ist die Solarbank 4 E5000 Pro überdimensioniert. Hier lohnt sich der Blick auf kompaktere Modelle. Anfang August 2026 kostete die Basiseinheit im Handel rund 1.500 Euro; der BP5000 lag bei etwa 1.050 Euro.
Haushalte mit Wärmepumpe oder Elektroauto können mit dem erweiterbaren Speicher ihren Netzbezug reduzieren und günstige Tarifzeiten nutzen. Wie groß der Effekt ausfällt, hängt vom Leistungsbedarf und Verbrauchsprofil ab. Stand August 2026 gehört die Solarbank 4 E5000 Pro zu den leistungsfähigsten von uns getesteten Speichern für Balkonkraftwerke.
## Technische Daten
* Maximale PV-Eingangsleistung: 5.000 Watt, maximal 1.250 Watt je MPPT
* Anzahl MPPT-Tracker: 4
* Unterstützte Solarmodule: laut Hersteller 4 bis 12, abhängig von den elektrischen Moduldaten und der Verschaltung
* Maximale PV-Eingangsspannung: 60 Volt
* MPPT-Spannungsbereich: 16 bis 50 Volt
* Maximaler PV-Eingangsstrom: 4 × 36 Ampere
* Maximaler PV-Kurzschlussstrom: 4 × 45 Ampere
* Akkutyp: Lithium-Eisenphosphat, LiFePO4
* Nennenergie: 5.024 Wh
* Nennkapazität: 314 Ah
* Maximale Gesamtspeicherkapazität: 30,144 kWh mit fünf BP5000
* Angegebene Zyklenfestigkeit: 10.000 Ladezyklen laut Hersteller
* Herstellergarantie: 10 Jahre
* Angegebene Produktlebensdauer: 15 Jahre
* Maximale AC-Ladeleistung: 2.500 Watt
* Maximale netzgekoppelte Ausgangsleistung: 800 VA im Steckersolarbetrieb beziehungsweise 2.500 Watt mit PluginPower 2.0
* Maximale Off-Grid-Ausgangsleistung: 2.500 Watt
* Maximale AC-Bypass-Ausgangsleistung: 3.600 Watt
* Angegebene Umschaltzeit am Off-Grid-Ausgang: unter 10 Millisekunden
* Elektrische Schutzklasse: Klasse I
* Schutzart: IP66
* Betriebstemperaturbereich: −20 bis 55 Grad Celsius
* Funkstandards: Bluetooth und WLAN mit 2,4 GHz
* Abmessungen Basiseinheit: 460 × 305 × 355 Millimeter
* Gewicht Basiseinheit: 50 Kilogramm
* Abmessungen BP5000: 460 × 254 × 332,5 Millimeter
* Gewicht BP5000: 42 Kilogramm
* Kompatible Zusatzakkus: BP1600, BP2700 und BP5000
* Lokale Schnittstelle: Modbus TCP
* Smart-Home-Einbindung: Home Assistant über Modbus TCP möglich
* Kompatibilität Smart Meter: Anker Solix, Shelly und EverHome