Trumps neuer Deal: Wer kauft die Tiefsee?
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Es gibt Orte auf unserer Erde, die sind so tief, dunkel und geheimnisvoll, dass wir tatsächlich mehr über die Krater auf dem Mond wissen als über das Leben in der Tiefsee. In Tausenden Metern Tiefe wachsen seit Millionen von Jahren uralte Korallen, schwimmen gespenstische Kraken und leben unzählige Wesen, die noch nie ein Mensch zu Gesicht bekommen hat. Ein unberührtes Naturwunder, das man einfach in Ruhe lassen sollte, könnte man meinen. Aber dann kommt Donald Trump ins Spiel und hat wieder einmal eine absolut grandiose Geschäftsidee. Mit seinem absoluten Lieblingswerkzeug, einer schnellen Verordnung per Unterschrift, will er den Meeresboden jetzt am liebsten an den Meistbietenden verhökern.
Diese unberührte Tiefsee ist jedoch ein Naturerbe, das es zu schützen gilt.
### **Ein privater Spielplatz im Ozean für Milliardäre**
Das Einzige, was diesen fantastischen Plan etwas stört, ist eine kleine Kleinigkeit namens Völkerrecht.
Der dunkle Meeresboden gehört nämlich überhaupt keinem Land auf dieser Welt. Weder den USA noch Kanada noch sonst irgendwem.
Nach internationalen Regeln ist dieser Ort ein gemeinsamer Schatz für die gesamte Menschheit. Aber Verträge und globale Abmachungen haben kühne Geschäftsmänner noch nie wirklich bei ihren Plänen gestoppt.
Die Verordnung erteilt einem privaten Bergbauunternehmen namens The Metals Company einfach blitzschnell die Genehmigung zum Losbaggern.
Warum sollte man ein friedliches Ökosystem auch unangetastet lassen, wenn Konzerne daraus ordentlich Profit schlagen können?
Die Grundidee ist so schlicht wie erschreckend. Riesige Schwermaschinen sollen den Boden aufreißen, um wertvolle Rohstoffe zu erbeuten.
Dass dabei jahrtausendealte Lebensräume für immer vernichtet werden und riesige Schlamm- und Dreckwolken das Meer vergiften, nimmt man als kleinen Nebeneffekt scheinbar gerne in Kauf.
Die Auswirkungen auf die Tiefsee und ihre Bewohner sind katastrophal. Wenn die Maschinen loslegen, wird die gesamte Struktur des Meeresbodens zerstört.
### **Das gemeinsame Erbe der Menschheit retten**
Wenn Trump und seine Verbündeten mit diesem Vorstoß durchkommen, senden sie ein extrem gefährliches Signal an die ganze Welt.
Die Botschaft lautet dann schlicht: Alles, was niemandem gehört, steht ab sofort zum Verkauf.
Doch die Umweltorganisation Ekō will diesen Ausverkauf der Meere keinesfalls tatenlos hinnehmen. Bevor sich die Regierungen der Welt im Sommer bei den Vereinten Nationen treffen, soll das Thema zu einem gigantischen globalen Skandal werden.
Der Druck auf alle Entscheidungsträger muss so enorm steigen, dass die Zerstörung des Ozeans für die Konzerne schlicht unattraktiv wird.
Wir haben bereits bei der Palmölindustrie gesehen, wie gierige Unternehmen ganze Regenwälder plattgemacht haben.
Bei der Tiefsee haben wir noch die einmalige Chance, das Massaker zu verhindern, bevor die riesigen Unterwasser-Bagger überhaupt angerollt kommen.
****#TiefseeSchuetzen #StopDeepSeaMining #TrumpDeal #Ozeanschutz #Eko #KeinRaubbau #ProtestMeer
#### Quellen:
* **Präsidentielle Anordnung (Executive Order 14285):** Am 24. April 2025 unterzeichnete Donald Trump die Anordnung _„Unleashing America’s Offshore Critical Minerals and Resources“_. Diese weist US-Behörden an, Genehmigungsverfahren für den Abbau von Rohstoffen am Meeresboden in internationalen Gewässern im Eilverfahren (unter dem US-Gesetz _Deep Seabed Hard Mineral Resources Act_) zu prüfen und zu beschleunigen.
> Understanding Executive Order 14285: On the Possibility of Authorizing Seabed Mining in Areas Beyond National Jurisdiction
* **Die Beteiligung von „The Metals Company“ (TMC):** Das kanadisch-amerikanische Bergbauunternehmen The Metals Company begrüßte die Anordnung offiziell und kündigte an, über seine US-Tochtergesellschaft entsprechende Abbau-Lizenzen zu beantragen.
> Understanding Executive Order 14285: On the Possibility of Authorizing Seabed Mining in Areas Beyond National Jurisdiction
* **Völkerrechtlicher Konflikt:** Die Internationale Meeresbodenbehörde der Vereinten Nationen (ISA) regelt nach dem UN-Seerechtsübereinkommen (UNCLOS) Aktivitäten auf dem internationalen Meeresboden, der als gemeinsames Erbe der Menschheit gilt. Da die USA UNCLOS nicht ratifiziert haben, umgeht die US-Verordnung den UN-Prozess.
* **Kampagne von Ekō:** Die Bürgerbewegung Ekō führt eine internationale Petition und Spendenkampagne gegen die unilateralen Abbaupläne und die Ausbeutung der Tiefsee durch private Konzerne durch.
Zur Petition: https://action.eko.org/a/trump-eu?source=homepage
Bild: KI generiert
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