SoftRAID 9 bringt RAID 6 nur für macOS-27-Nutzer:innen
OWC hat SoftRAID 9 veröffentlicht und ergänzt die Software um neue, fehlertolerante RAID-Modi. RAID 6 und RAID 6+ stehen jedoch nur in Verbindung mit macOS 27 und einem SoftRAID-Premium-Abo zur Verfügung.
Neue RAID-Optionen mit macOS- und Abo-Pflicht
SoftRAID 9 ist ab sofort für Mac und Windows erhältlich. Bestehende Premium-Abonnent:innen erhalten das Upgrade ohne Aufpreis, vorhandene SoftRAID-Volumes müssen nicht neu formatiert werden.
Mit der neuen Version erweitert OWC die Optionen zur Ausfallsicherheit und ergänzt gleichzeitig den Zugriff auf verschlüsselte APFS-RAID-Volumes unter Windows. Die größten Neuerungen sind RAID 6 und RAID 6+, beide ausgelegt darauf, den Ausfall von zwei Laufwerken in einem Verbund zu überstehen.
Die neuen Modi bringen allerdings strengere Voraussetzungen mit als die bisherigen RAID-Level von SoftRAID: Das Erstellen und Verwalten von RAID 6 und RAID 6+ setzt macOS 27 und ein SoftRAID-Premium-Abonnement voraus. OWC hat bislang nicht erläutert, welche Änderungen in macOS 27 diese Einschränkung notwendig machen, und auch nicht, ob ältere macOS-Versionen die neuen RAID-Modi künftig unterstützen könnten.
Ein neues Premium-Abo kostet 149,99 US-Dollar im ersten Jahr und 79,99 US-Dollar pro Jahr danach. Drei Jahre Premium-Zugang sind bei einigen OWC-Produkten inklusive, darunter Express 4M2 Ultra, ThunderBlade X12, Flex 1U4 und Accelsior 8M2. Für andere Gehäuse variiert die Berechtigung.
RAID 6 und RAID 6+ im Detail
RAID 6 speichert zwei Sätze von Paritätsinformationen über das gesamte Array hinweg und kann so den Ausfall von bis zu zwei Laufwerken verkraften. SoftRAID verlangt dafür mindestens vier Laufwerke. Der zusätzliche Schutz soll vor allem dann helfen, wenn ein Verbund nach einem Defekt bereits rekonstruiert wird: Während ein RAID-5-Array in dieser Phase keinen weiteren Ausfall toleriert, bleibt bei RAID 6 noch eine zusätzliche Fehlertoleranzschicht.
Die Dauer eines Rebuilds kann stark variieren – abhängig von Kapazität der Laufwerke, Arbeitslast, Verbindungsgeschwindigkeit und der restlichen Hardware. Produktionsumgebungen mit großen Archiven sind in diesem Zeitraum stärker gefährdet als kleinere private Arrays.
RAID 6+ verfolgt laut OWC einen anderen Ansatz für dasselbe Problem: Statt Paritätsdaten über alle Laufwerke zu verteilen, kommen dedizierte Paritätslaufwerke zum Einsatz. Der Hersteller positioniert diesen Modus für SSD-Arrays und andere Szenarien mit hohem Datendurchsatz, bei denen gebündelte Paritätsschreibzugriffe die Leistung verbessern könnten. Vergleichende Benchmarks zwischen RAID 6 und RAID 6+ hat OWC nach eigenen Angaben jedoch nicht veröffentlicht, der behauptete Vorteil ist damit derzeit nicht belegt.
Zudem könnten dedizierte Paritätslaufwerke mehr Schreibzugriffe erhalten als die übrigen SSDs im Verbund. OWC hat keine Angaben dazu gemacht, wie sich RAID 6+ langfristig auf die Haltbarkeit der Laufwerke auswirkt.
Unabhängig vom Modus ersetzt RAID kein Backup: Ein Verbund kann Laufwerksausfälle abfangen, schützt aber nicht vor Datenverlust durch versehentliches Löschen, Dateibeschädigung, Malware, Diebstahl oder die komplette Zerstörung des Gehäuses.
Windows-Unterstützung und Abo-Modell
SoftRAID 9 für Windows kann dank integrierter MacDrive-Technologie nun auch auf verschlüsselte APFS-RAID-Volumes zugreifen. Windows-Rechner können damit passwortgeschützte Speicher nutzen, ohne dass die Verschlüsselung zuvor entfernt werden muss. Unterstützung für unverschlüsselte APFS- und HFS+-Volumes beim Wechsel zwischen Mac und Windows bleibt erhalten. Auf Snapdragon-basierten PCs lässt sich SoftRAID nicht ausführen.
In den Windows-Release-Notes nennt OWC zwar RAID 6 und RAID 6+ als Neuerungen, die Produktdokumentation stellt aber klar, dass sich diese Modi nur unter macOS 27 erstellen und verwalten lassen. Unklar bleibt, ob Windows RAID-6-Volumes, die auf einem Mac angelegt wurden, einbinden oder beschreiben kann. Nutzer:innen unter Windows können weiterhin RAID 0, 1, 4, 5 und 10 anlegen und verwalten.
SoftRAID 9 führt die Trennung in Standard- und Premium-Tarif fort. Die kostenlose Standard-Variante erlaubt Lese- und Schreibzugriffe auf bestehende Volumes, liefert Kompatibilitätsupdates für Betriebssysteme und ermöglicht den Austausch defekter Laufwerke inklusive Rebuild des Arrays. Premium schaltet zusätzlich das Anlegen neuer Volumes, RAID 6 und RAID 6+, die Vorab-Warnungen von SoftRAID Monitor sowie den Zugriff auf den OWC-Support frei. Die Monitoring-Software überwacht Verschleiß, Temperatur und andere Warnsignale bei Festplatten, SSDs und NVMe-Speicher.
Läuft ein Premium-Abo aus, fällt die Lizenz auf Standard zurück, ohne den Zugriff auf bestehende Daten zu blockieren. Die kostenlose Stufe kann vorhandene Volumes weiterhin nutzen und neu aufbauen, aber keine neuen Verbünde erstellen oder Konfigurationen ändern. Damit landen bestehende Daten nicht hinter einer Bezahlschranke, wer jedoch neue Volumes anlegen oder vorhandene Speicherverbünde umbauen möchte, muss das Abonnement weiterführen.
Hinweis: Dieser Beitrag ist eine automatisch erstellte Zusammenfassung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Eine redaktionelle Prüfung fand nicht statt.
Via: appleinsider.com