Xtrem Inno im Test: iPhone-Case mit E-Ink-Display zur individuellen Gestaltung
#### Auf einen Blick
### Unsere Wertung
### Pro
* Starker Schutz gegen Beschädigungen
* Individuelle Gestaltung der Rückseite
* Leicht
* Kein Akku notwendig
### Kontra
* Abstürze der App, nur mit Neuinstallation lösbar
* KI auf Servern des Anbieters ausgeführt
* Grün und Blau derzeit schlecht darstellbar
### Fazit
Die Xtrem Inno kann Spaß machen, solange die App keine Probleme meldet. Diese sind dem Hersteller bekannt und sollten in der nächsten Version gelöst sein. Ansonsten bietet die Hülle auch einen wirksamen Schutz für das iPhone. Nur von der KI-Verarbeitung der eigenen Bilder sollte man Abstand halten, sofern man Sicherheitsbedenken hat.
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Hüllen für das iPhone kennt man in den unterschiedlichsten Ausgestaltungen. Als dünne, transparente Silikonhülle, die gerne mal vor der Zeit vergilbt. Als Lederhülle im Wallet-Format. Oder als besonders robusten Schutz für Outdoor-Abenteuer. Xtrem hat ein neues Konzept entwickelt: die individuelle iPhone-Schutzhülle mit sozialer Funktion. Die Idee funktioniert recht gut, hat aber noch ihre Haken. Mit einer neuen Version, die der Hersteller für die iPhones dieses Herbsts in Arbeit hat, sollten sie behoben sein. Bis dahin gibt es eine Übergangslösung.
Die Hülle selbst ist robust und hält auch Stürze aus zwei Metern aus. Die Aussparung für die Kamera ist leicht erhöht, sodass die empfindlichen Linsen nicht auf der Auflage kratzen, wenn man das iPhone mit dem Bildschirm nach oben hinlegt. Alle seitlichen Knöpfe bleiben uneingeschränkt bedienbar, der Magsafe-Ring lässt drahtloses Zubehör, insbesondere Ladegeräte, gut nutzen.
Der Clou ist jedoch der bunte, kreisförmige E-Ink-Bildschirm inmitten des Magsafe-Rings. Denn auf diesen lässt sich ein beliebiges Foto oder Logo platzieren und nach Lust und Laune ändern.
Alles, was man dazu benötigt, ist die App G Shell des Anbieters und eine E-Mail-Adresse, an die man sich einen sechsstelligen Code schicken lässt, um die Hülle mit dem iPhone zu koppeln. Die Kommunikation übernimmt der NFC-Chip, der nach Angaben des Herstellers auch die Energie liefert, um das E‑Ink-Bild auf der Rückseite zu ändern.
## Eigene Bilder und etliche Vorlagen
Zur Auswahl stehen vom Anbieter bereitgestellte Logos und Artworks oder eben die eigene Foto-Mediathek, auf die man nur eingeschränkt Zugriff gewähren muss, also nur auf die als Hintergründe gewünschten Bilder. Hat man das Bild und den passenden Ausschnitt darin ausgewählt, schickt man es auf das E-Ink-Display, das nur beim Ändern seiner Pixel ein wenig Energie verbraucht – die Hülle kommt also ohne Akku aus und ist daher angenehm leicht. Während des Neuladens des Bildes flackert der Bildschirm kurz, dazu blinkt eine LED unter dem Display mehrmals auf. Die Aktion ist in der Regel in wenigen Sekunden erledigt.
Bei unseren Tests hatten wir auf einem Gerät aber wiederholt das Problem, dass sich das Bild nicht mehr ändern ließ. Gründe dafür hat die App nicht genannt, das Löschen und die Neuinstallation der App schafften Abhilfe. Das Problem sei bekannt, bestätigt uns auf Nachfrage der Hersteller. Die Ursache hingegen lasse sich nicht genau eingrenzen. Der Kontakt des NFC-Chips könnte wackelig sein oder man habe zu häufig Bilder gesendet. In iOS gibt es eine Beschränkung für NFC-Zugriffe auf 20 Sekunden, sobald eine Verbindung hergestellt ist – das könnte in der Tat das Problem gewesen sein. Für kommende Hüllen verspricht der Hersteller, für die Verbindung von App zu Hülle noch Bluetooth hinzuzuziehen.
## KI auf dem Computer eines anderen
Nach Löschen und Neuinstallation funktioniert die Sache wieder, da sich die Hülle neu mit dem iPhone koppelt und etwaige Beschränkungen aufgehoben sind. Interessante Erkenntnis dabei: Die App hatte sich nicht gemerkt, welche Fotos aus der iPhone-Mediathek schon freigegeben waren, erinnerte sich aber an die Remix-Bilder. Daraus folgt: Welche Bilder auch immer man für die Remixe heranzieht, sie werden auf einem Server gespeichert und nicht auf dem eigenen iPhone.
Den Remix führt eine KI auf einem Server aus
Macwelt
Der Remix der eigenen Fotos ist zwar eine nette Spielerei, aber wegen der Cloud-Speicherung mit Vorsicht zu genießen. Hat man keine Bedenken, kann man etwa sein Selbstporträt als Comicfigur gestalten lassen oder als Mugshot: Sträfling hinter Gittern. Nützlicher ist womöglich die Option, Bilder mit anderen Inno-Anwendern zu teilen und zu mixen. Alles, was man dazu benötigt, ist die ID einer anderen Inno-Hülle, um sich über das Internet mit ihr und den in der App gespeicherten Fotos zu verbinden. Den Remix kann man freilich auch mit den Bildern aus der eigenen Mediathek gestalten.
Grün- und Blau-Töne sehr blass.
Macwelt
Ein weiteres Manko besteht mit den aktuell erhältlichen Hüllen (ab iPhone 14): Das E-Ink-Display kennt erst vier Farben, die Darstellung von Fotos in Grün- und Blautönen wird so fast zum Schwarz-Weiß-Erlebnis.
Der Hersteller will im September die neuen Versionen für das iPhone 18 Pro (Max) auch mit Sechsfarbdisplay bringen. Wie Otterbox geht auch Xtrem davon aus, dass die Maße von iPhone 17 Pro und iPhone 18 Pro identisch sind und die Hüllen auf beide Modelle passen.
Zusätzlich soll es dann auch möglich sein, Text auf das Display zu bringen. Die Hüllen wird es außer in Schwarz und Weiß auch noch in Babyblau, Pink und Lime geben. Das derzeit erhältliche Cosmic Orange wird dann nicht mehr verfügbar sein.
## Fazit
Die Xtrem Inno bietet mit ihrem E-Ink-Bildschirm eine nette Möglichkeit, die iPhone-Hülle zu individualisieren. Dabei hält die Hülle auch ihr Kernversprechen, den Schutz des iPhones.
Die KI-Remixe sind nett, aber nicht unbedenklich. Das Urteil ist ein vorläufiges und dürfte besser ausfallen, wenn die Verbindung von Hülle zu iPhone stabiler geworden und ein Sechsfarbdisplay verbaut ist.