#fedilabday
Kann das Fediverse das nächste Instagram werden? Hoffentlich nicht, eins reicht. @kaffeeringe sieht darin eher so etwas wie E-Mail: offene Standards, kein Konzern am Regler. Und er findet „Social Web“ den besseren Begriff. buff.ly/KXChgTL #Fediverse #FediLabDay
#FediLabDay: Das Fediverse ist viel mehr als nur ein weiterer Social-Media-Kanal
Das Fediverse wird noch immer häufig wie ein weiterer Social-Media-Kanal betrachtet. Doch genau das greift zu kurz. Ein paar Gedanken zur Diskussion mit Kai Rüsberg ( @Ruhrnalist@mastodon.social) zum…
buff.ly
October 20, 2026 at 6:32 AM
Beim #FediLabDay mit Kollegen überlegt, wie wir Menschen, Inhalte, Anstalten auf offene Protokolle kriegen.
October 15, 2026 at 7:05 PM
Das Fediverse wird noch immer häufig wie ein weiterer Social-Media-Kanal betrachtet. Doch genau das greift zu kurz. Ein paar Gedanken zur Diskussion mit Kai Rüsberg ( @Ruhrnalist@mastodon.social) zum #FediLabDay.
Das Fediverse ist nicht nur ein weiterer Social-Media-Kanal
Das Fedi­ver­se wird noch immer häu­fig wie ein wei­te­rer Social-Media-Kanal betrach­tet. Doch genau das greift zu kurz. Ein paar Gedan­ken zur Dis­kus­si­on mit Kai Rüs­berg (@Ruhrnalist) zum #FediL­ab­Day. Vie­le Ver­ant­wort­li­che im Medi­en­be­reich den­ken ver­ständ­li­cher­wei­se in den Logi­ken von Insta­gram, Tik­Tok oder X. Dort wird Erfolg über Reich­wei­te, Inter­ak­ti­on, Klicks und Con­ver­si­ons gemes­sen. Wer Auf­merk­sam­keit erzeugt, gewinnt. Wer kei­ne sicht­ba­ren Reak­tio­nen her­vor­ruft, ver­liert an Bedeu­tung. Die­se Denk­wei­se stößt im Fedi­ver­se aller­dings an ihre Grenzen. Zum einen, weil vie­le Men­schen hier Inhal­te bewusst kon­su­mie­ren, ohne stän­dig zu liken, zu kom­men­tie­ren oder zu tei­len. Stil­ler Kon­sum ist kein Feh­ler des Sys­tems, son­dern Teil sei­ner Kul­tur. Nicht alles, was gele­sen wird, erzeugt auch eine sicht­ba­re Reak­ti­on. Man muss ja nicht like, um sei­nen Feed zu kuratieren. Vor allem aber ver­kennt die­se Sicht­wei­se, was das Fedi­ver­se eigent­lich ist. ## Social ist heute anders Social Media ist heu­te nicht mehr das, was es noch vor zehn oder fünf­zehn Jah­ren war. Die gro­ßen Platt­for­men haben sich von Tei­len des offe­nen Webs zu geschlos­se­nen Öko­sys­te­men ent­wi­ckelt. Wer kein Kon­to bei Insta­gram, Tik­Tok, Lin­ke­dIn oder Face­book hat, kann vie­le Inhal­te gar nicht oder nur ein­ge­schränkt sehen. Die Mehr­heit der Men­schen hat gar kei­nen Account auf den meis­ten die­ser Platt­for­men: * 60 % der Deut­schen nut­zen Insta­gram nicht. * 80 % nut­zen Tik­Tok nicht. * 90 % nut­zen Lin­ke­dIn nicht. * 95 % nut­zen X nicht. Wer Inhal­te aus­schließ­lich dort bereit­stellt, macht sie für vie­le Men­schen schwer oder gar nicht erreichbar. ## Das Fediverse funktioniert grundlegend anders Das Fedi­ver­se basiert auf offe­nen Stan­dards. Inhal­te kön­nen gele­sen, ver­linkt, geteilt und gefun­den wer­den, ohne dass ein ein­zel­nes Unter­neh­men die Kon­trol­le dar­über besitzt. Es erin­nert damit eher an E‑Mail oder das offe­ne Web als an klas­si­sche Social-Media-Plattformen. Des­halb hal­te ich es für einen Feh­ler, Mast­o­don und das Fedi­ver­se ledig­lich als zusätz­li­chen Social-Media-Kanal neben Insta­gram oder Tik­Tok zu betrach­ten. Ich bin Mit­glied des Medi­en­rats der Medi­en­an­stalt Ham­burg Schles­wig-Hol­stein und wir spre­chen immer mal wie­der mit pri­va­ten Rund­funk­an­bie­tern. Da ist mir klar gewor­den, wie krass anders Radio und Fern­se­hen funk­tio­nie­ren als die For-Your-Feeds der Platt­for­men. Bei Radio und Fern­se­hen hängt es von jedem Anbie­ter selbst ab, ob er erfolg­reich ist oder nicht. Die Media Broad­cast ver­teilt im öffent­li­chen Auf­trag nach neu­tra­len Regeln nur die Fre­quen­zen. Die sagen nicht, dass sie mehr moder­nen Schla­ger haben wol­len und dre­hen dann die Reich­wei­te von Rock-Sen­dern run­ter. So ist das auch im Fedi­ver­se. Nur ohne Lizenz- und Frequenzvergabe. Für den öffent­lich-recht­li­chen Rund­funk könn­te das Fedi­ver­se ein eigen­stän­di­ger digi­ta­ler Ver­brei­tungs­weg sein. Ein Ver­brei­tungs­weg, der ähn­lich unab­hän­gig funk­tio­niert wie Rund­funk selbst. ## Mediatheken vernetzen! Beson­ders deut­lich wird das beim Blick auf die Media­the­ken. tau­sen­de Men­schen besit­zen bereits Accounts bei ARD und ZDF. Trotz­dem bleibt ihre Rol­le dort pas­siv. Sie kön­nen Inhal­te anse­hen, aber nicht ein­mal aus­drü­cken, dass ihnen eine Sen­dung gefal­len hat. Wer eine Doku­men­ta­ti­on emp­feh­len, eine Serie unter­stüt­zen oder sich mit ande­ren Zuschaue­rin­nen und Zuschau­ern aus­tau­schen möch­te, muss dafür auf kom­mer­zi­el­le Platt­for­men wechseln. Dabei lie­ße sich das auch anders den­ken: Wenn Media­the­ken über Acti­vi­ty­Pub Teil des Fedi­ver­se wür­den, könn­ten Nut­ze­rin­nen und Nut­zer mit ihren bestehen­den Accounts Sen­dun­gen fol­gen, Emp­feh­lun­gen aus­spre­chen, Dis­kus­sio­nen füh­ren oder Inhal­te in ihre eige­ne Time­line ein­bin­den. Die Unter­hal­tung über öffent­lich-recht­li­che Inhal­te wür­de dann nicht mehr auf Platt­for­men von Meta, Byte­Dance oder X statt­fin­den, son­dern auf einer offe­nen Infra­struk­tur – größ­ten­teils sogar bei den Sen­dern selbst. Das wäre kein wei­te­rer Social-Media-Kanal. Es wäre die Erwei­te­rung der Media­thek zu einem öffent­li­chen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­raum. Ich bin mir sicher, dass Ex-ZDF-Ver­wal­tungs­rats­mit­glied Leon­hard Dobusch (@leonido) dar­über schon län­ger redet. Ich fin­de es nur gera­de nicht. Gleich­zeit sind die Öffent­lich-Recht­li­chen Rund­funk­an­stal­ten so groß, dass ihre Anwe­sen­heit einen gro­ßen Anteil zum Erfolg des Fedi­ver­se bei­tra­gen und den Weg auch für pri­va­te Medi­en berei­ten würde. ## Digitalen Souveränität Gera­de unter dem Gesichts­punkt der digi­ta­len Sou­ve­rä­ni­tät erscheint mir es mit wich­tig, in die­ser Art über das Fedi­ver­se zu spre­chen. Wäh­rend öffent­li­che Ver­wal­tun­gen zuneh­mend auf Freie Soft­ware und offe­ne Stan­dards set­zen, ver­la­gert sich die digi­ta­le Öffent­lich­keit immer stär­ker auf Platt­for­men, deren Regeln in Kali­for­ni­en oder Peking nach rein kom­mer­zi­el­len oder poli­ti­schen Maß­stä­ben fest­ge­legt wer­den. Der öffent­lich-recht­li­che Rund­funk macht sich damit lang­fris­tig von Kon­zer­nen abhän­gig, deren Inter­es­sen nicht zwangs­läu­fig mit dem öffent­li­chen Auf­trag übereinstimmen. Hin­zu kommt eine Ent­wick­lung, die vie­le noch unter­schät­zen: „Künst­li­che Intel­li­genz“ ver­än­dert die Art, wie Men­schen Infor­ma­tio­nen fin­den. Geschlos­se­ne Platt­for­men wer­den dabei zuneh­mend zu Sack­gas­sen – dort kön­nen und dür­fen die Craw­ler der Anbie­tern nicht suchen. Offe­ne Inhal­te und offe­ne Stan­dards gewin­nen dadurch an Bedeu­tung. Wer auch in Zukunft auf­find­bar und rele­vant blei­ben möch­te, soll­te sei­ne Inhal­te nicht aus­schließ­lich in den Silos gro­ßer Platt­for­men veröffentlichen. Natür­lich braucht auch das Fedi­ver­se Kenn­zah­len. Aber wenn wir sei­nen Erfolg aus­schließ­lich an Likes, Boosts und Klicks mes­sen, über­tra­gen wir die Logik des Platt­form­ka­pi­ta­lis­mus auf ein Netz­werk, das gera­de als Alter­na­ti­ve dazu ent­stan­den ist. Das Fedi­ver­se ist des­halb nicht ein­fach ein wei­te­rer Social-Media-Kanal. Es ist ein Bau­stein für digi­ta­le Sou­ve­rä­ni­tät, für eine offe­ne digi­ta­le Öffent­lich­keit und für ein Inter­net, das nicht voll­stän­dig von eini­gen weni­gen Tech­no­lo­gie­kon­zer­nen kon­trol­liert wird. Wir soll­ten auf­hö­ren zu fra­gen, ob das Fedi­ver­se das nächs­te Insta­gram wer­den kann. Was pas­siert, wenn wir es statt­des­sen als digi­ta­le Infra­struk­tur begrei­fen? Ich mag des­we­gen auch den Begriff „Social Web“ lie­ber als „Fedi­ver­se“, denn das Acti­vi­ty­Pub-Pro­to­koll macht das klas­si­sche Web „social“.
kaffeeringe.de
October 15, 2026 at 3:10 PM
Mein größtes Learning beim #fedilabday: dass die für Social Media zuständigen Bereiche sehr auf Kennzahlen orientiert sind. Einerseits wollen sie ihren Aufwand rechtfertigen. Andererseits ist fest verankert, dass die Angebote "funktionieren" müssen, um weiter […]

[Original post on mastodon.social]
October 13, 2026 at 4:55 PM
Eine feine Community von Innovatoren im ÖRR ist zu den #fedilabday gekommen.
October 13, 2026 at 7:37 AM
Wir sind zu Gast beim #swr in Baden-Baden mit dem #fedilabday
October 13, 2026 at 7:23 AM
Workshop-Phase beim #fedilabday im SWR Baden-Baden. Hinter links ist @lxplm der das hier mit viel Elan angestoßen hat. Mal sehen was daraus im ÖRR wächst.
October 13, 2026 at 4:36 PM
Beim #FediLabDay in Baden-Baden beim SWR sprechen heute Medienschaffende des ÖRR, um Potenziale rund um Fediverse und ATmosphere auszuloten! Ich bin für den Public Spaces Incubator #PSI auch dabei und hab direkt den ZDF-
@mahrko.de getroffen
October 13, 2026 at 7:27 AM
Produktive Themensammlung auf dem #FediLabDay der ARD in Baden Baden:
October 13, 2026 at 8:55 AM
Anreise zum #fedilabday im ÖRR
October 13, 2026 at 7:19 AM
Der #fedilabday der Öffis ist in full swing. Und ich freue mich wie ein kleiner Junge über die gute Stimmung, den konstruktiven Austausch, die zahlreich erschienenen Kolleg*innen aus der ganzen Republik. 🫶
October 13, 2026 at 10:33 AM
Liebe FediLabDay Community, wir sind eine bunte Gruppe von fedi-begeisterten Einzelpersonen, akademischen und zivilgesellschaftlichen Institutionen in Mainz und bereiten für Dezember und nächstes Jahr etwas vor, wo es möglicherweise Parallelen oder Anknüpfungspunkte geben könnte. Studentische […]
October 13, 2026 at 10:12 AM
good morning from baden-baden for #fedilabday ⁂
October 13, 2026 at 7:51 AM
Hallo Baden-Baden! Und Hallo #fedilabday!
October 13, 2026 at 8:28 AM
Das TikTok-Projekt ki&koffein KI&Koffein von @bleeptrack.de hat auf Mastodon mehr Interaktion als auf TikTok erzeugt. Außerdem konnte sie Themen wie z. B. Suizid problemlos ansprechen ohne „rausgefiltert“ zu werden wie bei TikTok #fedilabday
KI & Koffein (@ki_und_koffein@ard.social)
445 Posts, 6 Following, 1.83K Followers · Deine Daily Dosis KI & Koffein ☕👩‍💻
ard.social
October 13, 2026 at 11:59 AM
Die Social Media Verantwortlichen in den ÖRR würden auch gerne mehr über die Nutzer erfahren, um zu sehen, welche Zielgruppen sie ansprechen sollen. Beim #fedilabday wurden u.a. solche Untersuchungen zitiert. Mein Einwand: das dt. Publikum lässt sich nicht messen. Meine Erfahrung: Man kann keine […]
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mastodon.social
October 13, 2026 at 5:38 PM
#fedilabday Ein paar Punkte, die bei uns in #fedimainz aufgetaucht waren und vielleicht für euch anregend sind:

Wer kann was tun, um dem old-white-male-nerd Bias im Fediverse entgegenzuwirken? Haben Presse- und Medienanstalten da einen Hebel?

Wir haben Bots, die automatisiert aus Einladungen […]
Original post on hcommons.social
hcommons.social
October 13, 2026 at 12:05 PM
Tada! Die (womöglich) erste Fediverse-Zombie-Lyrik. Extra für den #fedilabday.
October 13, 2026 at 8:33 AM
Schon einen Tag früher als geplant auf dem Weg zum #fedilabday im Schwarzwald. Ich bin sehr gespannt auf die Ideen und Impulse der Kolleginnen und Kollegen aus der ÖRR zur Future Fedi Sphere.
#savesocial
October 12, 2026 at 2:32 PM
Auf dem Weg nach Baden-Baden verlasse ich Köln nun mit einer Verspätung von mehr als 2,5 Stunden. Und der Milchkaffee (Hafer) in Bahnhofsnähe hat mehr als 6 Euro gekostet. 🫤

Aber: Morgen steigt er tatsächlich, der große (interne) #fedilabday der Öffis – beim SWR.
Und Kollegin @bleeptrack ist […]
Original post on mastodon.social
mastodon.social
October 12, 2026 at 1:25 PM
Meinen letzten Abend in Menton für meine Präsentation zum #fedilabday im ÖRR geopfert und dabei die Entwicklung vom zwitschernden Vögelchen zum blauen Elefanten nachgezeichnet.

Wisst ihr noch, wie Twitter angefangen hat? Den ersten Tweet setzte Hannes Korten […]

[Original post on mastodon.social]
October 2, 2026 at 4:39 AM