Apples neuer Smart-Home-Hub: Das ist bisher bekannt
Apple entwickelt ein neues Zubehör für das vernetzte Zuhause, das als zentrale Steuereinheit dienen soll. Der Smart-Home-Hub bündelt Siri-KI, HomeKit, Medien, Infos und persönliche Profile für den gesamten Haushalt.
Design und Hardware-Varianten
Der Smart-Home-Hub orientiert sich optisch an einem iPad, setzt aber auf ein klar displayzentriertes Design. Statt eines rechteckigen Bildschirms plant Apple ein eher quadratisches Format mit einer Diagonale von 6 Zoll und umlaufenden schwarzen Rändern von etwa einem Viertel Zoll Breite. Von der Fläche her entspricht das Gerät in etwa zwei nebeneinanderliegenden iPhones und ist ungefähr so dick wie ein iPhone.
Apple geht davon aus, dass viele von Euch mehrere Hubs in verschiedenen Räumen nutzen werden. Die Bedienung erfolgt über den Touchscreen, um Apps zu öffnen und angebundene Geräte zu steuern. Geplant sind zwei Ausführungen: Eine Version mit 6‑Zoll‑Display, die an der Wand montiert wird, sowie ein Modell mit demselben Bildschirm, aber auf einem halbkugelförmigen Lautsprecherfuß. Dieser erinnert an das Design des iMac G4. Der Bildschirm ist über einen polierten Metallarm mit dem Sockel verbunden, lässt sich nach vorne und hinten neigen und ruht auf einem Lautsprecherfuß mit Lochraster und gummierter Unterseite.
Der Hub besitzt keinen integrierten Akku und ist für den stationären Betrieb am Netzteil ausgelegt. Die Stromversorgung erfolgt über USB‑C.
Smarte Sensorik, Erkennung und Software
Der Smart-Home-Hub kann erkennen, wie nah Personen vor ihm stehen, und die Darstellung entsprechend anpassen. Steht niemand in der Nähe, könnte etwa nur die Temperatur angezeigt werden. Sobald jemand näher kommt, wechselt das Gerät beispielsweise auf eine Oberfläche zur direkten Steuerung des Thermostats. Diese Personenerkennung dürfte sich auch in Automationen nutzen lassen, etwa um das Licht einzuschalten, wenn jemand einen Raum betritt.
Der Sensor soll zwischen unterschiedlichen Personen unterscheiden können und vermutlich auch Handgesten für eine Steuerung aus der Distanz erkennen. Zusätzlich ist eine Gesichtserkennung vorgesehen, die an Face ID erinnert und mit der Stimme kombiniert wird. So identifiziert der Hub die Person im Raum und wechselt automatisch auf das entsprechende Profil. Jede Nutzer:in erhält ein eigenes, anpassbares Profil mit individueller Oberfläche; der Profilwechsel ist über das Kontrollzentrum möglich.
Die Kamera wird voraussichtlich nicht die Präzision von Face ID erreichen, daher dient die Stimme als Alternative. Wie beim HomePod gibt es also eine stimmgestützte Erkennung für personalisierte Funktionen. Für zusätzliche Sicherheit lässt sich eine sekundäre Authentifizierung über ein iPhone einrichten, und ein Besuchsmodus blendet persönliche Informationen aus. Berichten zufolge soll ein rahmenähnliches Leuchtelement rund um das Display für Licht sorgen, damit das Gerät auch im Dunkeln Personen identifizieren kann.
Im Inneren wird ein A18-Chip oder leistungsstärkerer Prozessor erwartet, um Apple Intelligence zu unterstützen. Da Apple Intelligence mindestens 8 GB RAM voraussetzt, dürfte der Hub mindestens 8 GB Arbeitsspeicher an Bord haben.
homeOS, Benutzeroberfläche und Apps
Als Betriebssystem setzt Apple intern auf eine Plattform mit dem Codenamen „Charismatic“, die zum Marktstart vermutlich als homeOS erscheinen könnte. Das System soll Elemente von tvOS, watchOS und iOS kombinieren und sich zur Einrichtung mit einem iPhone koppeln lassen.
Eine eigene App‑Store‑Anbindung ist nicht geplant, der Hub wird aber mit mehreren vorinstallierten Apps ausgeliefert. Die Startansicht bildet ein anpassbarer Home-Bildschirm mit Widgets für Wetter, wichtige Home-Steuerungen, Fotos, anstehende Termine und weitere Inhalte. Die integrierte Kamera scannt die Gesichter der Nutzer:innen und blendet je nach Person unterschiedliche Apps und Home-Bildschirme ein.
Optisch erinnert die Oberfläche an eine Mischung aus watchOS und dem iPhone-StandBy-Modus. Im Leerlauf stehen Uhr-Ansichten und Fotos im Vordergrund. Der Home-Bildschirm zeigt App-Symbole im Stil der Apple Watch, während die Apps selbst eher einem iPad-Layout mit zweigeteilten Ansichten folgen. Bekannte Bedienmuster wie langes Drücken zum Anordnen von Apps und Wischen nach oben zum App‑Starter sind vorgesehen.
Eine Widget-Galerie schlägt Widgets von einem gekoppelten iPhone vor. Inhalte dieser Widgets werden nur eingeblendet, wenn die primäre Nutzer:in zu Hause ist. Zusätzlich soll es einen intelligenten Stapel geben, der im Tagesverlauf automatisch durch passende Widgets rotiert, sowie eine Zifferblatt-Galerie zur Anpassung der Uhr. Die Optik orientiert sich an der dunkleren Gestaltung von Siri-KI, ergänzt um ein Software-Dock zum Starten von Apps. Grundsätzlich ist der Hub klar um Siri-KI herum aufgebaut.
Zu den vorinstallierten Apple-Apps zählen Safari, Apple Nachrichten, Apple Musik, Apple Podcasts, Notizen, Kalender, Fotos, Home, Nachrichten, Erinnerungen und FaceTime. Der Hub lässt sich in HomeKit-Szenen integrieren, spielt Videos ab und eignet sich damit beispielsweise, um in der Küche Kochrezepte Schritt für Schritt zu verfolgen.
Mehrere Hubs können im Haus als Raum-zu-Raum-Gegensprechanlage dienen. Dank eingebauter Lautsprecher unterstützt das Gerät Musikwiedergabe und arbeitet als AirPlay-Empfänger.
Apple sichert sich derzeit die Marke „homeOS“ über eine Tarnfirma in mehreren Ländern. Die Markenanmeldungen laufen seit Oktober 2024. In Liechtenstein ist der Markenschutz bereits erteilt, in den USA, Argentinien, Peru und weiteren Ländern laufen die Verfahren noch.
Für die Zeit nach dem Start des Hubs entwickelt Apple zudem eine Innenraum-Überwachungskamera, die mit dem neuen Gerät zusammenarbeiten soll und für 2027 erwartet wird. Der Fokus liegt auf Datenschutz und einer Alternative zu Kameras von Anbietern wie Ring und Nest.
Beim Preis wird ein Niveau von rund 350 US‑Dollar (rund 325 Euro) erwartet. Damit läge Apples Hub über konkurrierenden Produkten wie dem Amazon Echo Show. Der Marktstart ist derzeit für den 13. Oktober im Gespräch, gemeinsam mit einer neuen Apple TV 4K-Generation und einem neuen HomePod mini.
Via: https://www.macrumors.com
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