Arbeitet Apple an einem eigenen Gamecontroller?
Laut einem aufmerksamen Leser von Macrumors enthielt der erste Release Candidate von macOS 26.7 Hinweise auf zwei Spielecontroller. Derselbe Release Candidate enthielt zudem Codenummern für eine ganze Reihe weiterer Apple-Produkte, die derzeit in der Entwicklung stecken.
Die beiden Geräte werden als T6502 und T1057 bezeichnet und verfügen über die meisten Standardfunktionen eines Spielecontrollers: zwei Daumensticks, Aktionstasten, Trigger, Home- und Menü-Tasten sowie verschiedene haptische Funktionen. Ein bemerkenswerter Unterschied: Der T1057-Controller unterstützt Gyroskop und Beschleunigungsmesser (sodass Spiele erkennen können, wie Sie den Controller neigen oder bewegen), während die Funktionen beim T6502 fehlen.
Auch wenn der Fund interessant ist, empfehlen wir Ihnen, nicht davon auszugehen, dass Apple an einem eigenen Gamecontroller arbeitet. Seit über einem Jahrzehnt kursieren Gerüchte, dass Apple einen eigenen Gamecontroller entwickelt, doch bisher ist nichts daraus geworden. Stattdessen hat Apple stetig die Unterstützung für Gamecontroller von Drittanbietern verbessert, sei es durch das eigene MFi-Programm oder für Controller von etablierten Konsolenherstellern.
Seit Jahren können Sie einen Xbox- oder Playstation-Controller mit Ihren Apple-Geräten koppeln, darunter iPhones, iPads, Macs und das Apple TV. Dazu gehören auch die neuesten Controller für die Xbox Series X und die Playstation 5.
Diese Codenummern beziehen sich wahrscheinlich auf Testgeräte, die zur Prüfung der Unterstützung zentraler Game-Controller-Funktionen verwendet werden, oder auf ältere Verweise auf Forschungs- und Entwicklungsprojekte für Apple-Game-Controller, die möglicherweise nie realisiert werden. Es ist bekannt, dass Apple viele Produkte in verschiedenen Entwicklungsstadien hat und nur wenige davon jemals auf den Markt kommen.
Apple _könnte_ zwar einen eigenen Gamecontroller entwickeln, doch dafür gäbe es kaum einen Grund. Die „Wo ist?“-Unterstützung und das automatische Umschalten zwischen Geräten wären zwar nützlich, doch lässt sich kaum behaupten, dass modernen Controllern Funktionen fehlen, die Apple dazu zwingen würden, eigene Lösungen zu entwickeln.
Für Apple ist es weitaus sinnvoller, die zig Millionen Xbox- und Playstation-Controller, die im Umlauf sind, zu unterstützen, als eigene zu entwickeln, zumal Apples Plattformen für die Art von Spielen, die man üblicherweise mit Controllern spielt, nicht besonders beliebt sind.
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