#tldrPodcast
Wie wirken alltägliche Phänomene und Medienbotschaften als Mythen?

🎧 In der 50. Folge des #tldrPodcast spricht Alex Demirović mit Eva Geulen über das Buch «Mythen des Alltags» von #RolandBarthes 👇
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May 30, 2025 at 10:34 AM
📢 Out now! tl;dr #47: Simone de Beauvoir «Das andere Geschlecht»

Alex Demirović spricht mit der Geschlechtertheoretikerin Andrea Maihofer über Beauvoirs «Das andere Geschlecht». 👇 🧵
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#tldrPodcast
March 11, 2025 at 10:48 AM
Mehr zu Agnoli und seinem bekanntesten Werk im #tldrPodcast 👇
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Einen umfassenden Einblick gibt das Buch «Johannes Agnoli oder: Subversion als Wissenschaft» 👇
dietzberlin.de/produ...
February 22, 2025 at 9:00 AM
Zum Welttag der #Philosophie möchten wir auf den #tldrPodcast hinweisen. In bisher 32 Folgen spricht Alex Demirović mit Gästen über Werke der linken Theorie und bietet damit eine ganz praktische Starthilfe für die tiefgehende Auseinandersetzung.

🎧 www.rosalux.de/theoriepodcast
November 16, 2023 at 9:37 AM
Mit tiefem Bedauern haben wir vom Tode Antonio Negris heute erfahren. Mit ihm verlieren wir einen der einflussreichsten zeitgenössischen marxistischen Denker. Einen Einblick in sein bekanntestes Werk #Empire gibt der #tldrPodcast #20.
tl;dr #20: Michael Hardt und Antonio Negri - Empire - Rosa-Luxemburg-Stiftung
Negri und Hardt lieferten mit «Empire» eine einflussreiche Analyse des modernen Kapitalismus nach Ende der Blockkonfrontation. Entlang der Begriffe «Immanenz», «Biomacht» und «Immaterielle Arbe...
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December 16, 2023 at 10:55 AM
«Nur das organisierte Nein sprengt die Fesseln staatsbürgerlich-parlamentarischer Gleichschaltung» schrieb #JohannesAgnoli 1967 in seinem Buch: «Die Transformation der Demokratie» um das sich die neue Folge des #tldrPodcast🎧 dreht.
tl;dr - Rosa-Luxemburg-Stiftung
tl;dr – Der Theoriepodcast der Rosa-Luxemburg-Stiftung
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November 8, 2023 at 9:21 AM
In der 45. Folge unseres Theoriepodcasts sprechen wir über Alfred Sohn-Rethel und sein Buch «Geistige und körperliche Arbeit». #tldrPodcast 👇🧵
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tl;dr #45: Alfred Sohn-Rethel: «Geistige und körperliche Arbeit» - Rosa-Luxemburg-Stiftung
Ein ganzes Leben hat Sohn-Rethel diesem Buch gewidmet. Es ist sein Versuch, die gesamte Philosophie und die mathematisierten Naturwissenschaften marxistisch zu erklären. Kritisch bemängelt er, dass Marx nicht radikal genug gewesen sei und bei der Kritik der politischen Ökonomie stehen geblieben sei, anstatt bis zur Kritik der Erkenntnistheorie vorzudringen. Seine These: Marxisten seien materialistisch in der politischen Ökonomie, aber idealistisch im Verhältnis zu den Naturwissenschaften. Für den Kommunismus bedeutet das, dass die mathematisierten Technikwissenschaften mit ihren allgemeinen Gesetzen das Zusammenleben bestimmen würden. Sohn-Rethel zweifelte nicht an der Gültigkeit der Naturwissenschaften, wollte sie jedoch der selbstbestimmten Gesellschaft unterordnen. Sohn-Rethels Projekt war ehrgeizig: Kants Ansatz, reine vernünftige Kategorien zu bestimmen, sollte durch die Analyse der Warenform ersetzt werden. Die Warenform, so Sohn-Rethel, könne die Denkformen erklären. Diese Denkformen basieren auf der Abstraktion von konkreter körperlichen Arbeit, die sich im Warentausch vollzieht. Das führt zur jahrtausendelangen Spaltung von geistiger und körperlicher Arbeit. Sozialismus, so Sohn-Rethel, könne nur gelingen, wenn beide wieder zu einer Einheit zusammengeführt werden. Sein Ziel war es, die konkreten materiellen Bedingungen zu bestimmen, die diese Einheit auf dem hohen Niveau vergesellschafteter und verwissenschaftlichter Arbeit herstellen können. Zu Gast bei Alex Demirović ist in dieser Folge der Autor Frank Engster.
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January 2, 2025 at 1:03 PM
#FriggaHaug ist eine der bekanntesten marxistischen Feministinnen. Sie analysiert #Geschlechterverhältnisse als Produktionsverhältnisse. Um ihre «Vier-in-einem-Perspektive» geht es im aktuellen #tldrPodcast🎧 mit Katja Kipping. #Marxismus #Feminismus
tl;dr #36: Frigga Haug «Die Vier-in-einem-Perspektive» mit Katja Kipping - Rosa-Luxemburg-Stiftung
Frigga Haug ist eine der bekanntesten marxistischen Feministinnen. Sie analysiert Geschlechterverhältnisse als Produktionsverhältnisse. In vier Bereichen: Ökonomie, Politik, Kultur und in den Möglichk...
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April 3, 2024 at 9:08 AM
Im neuen #tldrPodcast diskutieren wir die Gedanken von #WolfgangAbendroth anhand des 1954 verfassten Textes «Zum Begriff des demokratischen und sozialen Rechtsstaates im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland». 🧵
tl;dr - Rosa-Luxemburg-Stiftung
tl;dr – Der Theoriepodcast der Rosa-Luxemburg-Stiftung
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December 5, 2023 at 8:56 AM
Für #SiegfriedKracauer ist der #Film materialistische Praxis: von unten, nah am Detail, verankert im Alltag. Über seine «Theorie des Films» sprechen wir im #tldrPodcast mit Wolfgang M. Schmitt.

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#Filmtheorie #Kino
October 2, 2023 at 1:14 PM
Einen guten Einblick in ihr Hauptwerk gibt die 47. Folge des #tldrPodcast 👇
tl;dr #47: Simone de Beauvoir: „Das andere Geschlecht“ - Rosa-Luxemburg-Stiftung
Simone de Beauvoirs 1949 erstmals veröffentlichtes Werk gilt als Manifest der neuen Frauenbewegung. Es behandelt nicht nur – wie der klassische Feminismus – die rechtliche und politische Gleichstellung, also das Wahlrecht für Frauen oder gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit. Ihre zentrale These lautet: Frauen gibt es nicht – sie werden dazu gemacht. Beauvoir ist überzeugt von der grundlegenden Freiheit der Menschen. Sie können aus der Immanenz ihres Körpers oder gesellschaftlicher Verhältnisse heraustreten und aktiv in eine offene Zukunft handeln. Doch während Männern dies unter den bestehenden Verhältnissen weithin ermöglicht wird, bleibt es Frauen oft verwehrt. Dabei werden auch die spezifischen körperlichen Merkmale des weiblichen und männlichen Körpers als Mittel geschlechtlicher Herrschaft instrumentalisiert. Frauen wird der Zugang zu ihrem eigenen Körper, ihrem Begehren, ihrer Lust und damit zu ihrer Autonomie verstellt. Männer setzen sich selbst als Maßstab, als Norm. Frauen hingegen gelten als das 'andere', als das bloß zweite Geschlecht – als eines des Mangels. Die männliche Norm prägt sämtliche Bereiche des gesellschaftlichen Lebens. Frauen werden zur Unterordnung erzogen und von ihrem Körper entfremdet, der als unrein und schwach gilt. Ihre Selbstbestimmung wird systematisch verhindert. Sie sollen sich selbst zum Objekt, zur Beute der Männer machen. Das vorherrschende Verständnis des Verhältnisses der Geschlechter beschreibt Beauvoir als eines des Kampfes. Dem setzt sie jedoch eine andere Vision entgegen: die Überwindung von Weiblichkeit und Familie. Sie plädiert für eine Gesellschaft, in der Gleichheit die Grundlage bildet, Unterschiede aber dennoch zur Geltung kommen können. Das männlich dominierte, kriegerische und instrumentelle Modell des Geschlechterverhältnisses soll durch eines der Wechselseitigkeit ersetzt werden. Zu Gast bei Alex Demirović ist in dieser Folge die Geschlechtertheoretikerin Andrea Maihofer. Alle Podcasts der Rosa-Luxemburg-Stiftung: https://www.rosalux.de/podcasts Du möchtest keine Podcast-Folge mehr verpassen? Abonniere unseren monatlichen Newsletter.
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January 9, 2026 at 8:30 AM
#WilhelmReich lieferte mit dem Buch «Die Massenpsychologie des Faschismus» die erste psychologisch-gesellschaftskritische Analyse des Erfolgs der Nazis. Wie hängen autoritäre Triebunterdrückung und faschistische Ideologie zusammen? #tldrpodcast 🧵 👇
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tl;dr #39: Wilhelm Reich: Massenpsychologie des Faschismus - Rosa-Luxemburg-Stiftung
Wilhelm Reich lieferte mit dem Buch «Die Massenpsychologie des Faschismus» die erste psychologisch-gesellschaftskritische Analyse des Erfolgs der Nazis. Wie hängen autoritäre Triebunterdrückung und faschistische Ideologie zusammen?  Anders als die meisten Vertreter der KPD war Reich überzeugt davon, dass der Faschismus 1933 einen dauerhaften Sieg errungen hatte. Er fragte sich, warum die Arbeiter*innen bereit waren, gegen ihre ökonomischen Interessen zu wählen. Sie sahen offensichtlich den Widerspruch nicht, dass Hitler allen alles versprach, also dem Proletariat auch die Revolution, aber am Ende nur die Politik des Großkapitals verfolgte. Seine Antwort rückte die Rolle der Ideologie in den Blick; ideologische Reproduktion von Ausbeutung und Herrschaft will er durch Psychoanalyse erklären. Die linke Praxis, propagandistisch auf das soziale Elend hinzuweisen, erschien ihm verkürzt. Er betonte, wie die Nazis durch ihre Propaganda das rationale Denken umgingen und Gefühle mobilisierten. Der kulturelle Kampf ging darum, wie die Arbeiter*innen ihre soziale Lage deuteten. Auf der Grundlage seiner kommunistischen Jugendarbeit und der Erfahrungen, die er mit der sexuellen Not der Jugendlichen und ihren alltäglichen Praktiken gemacht hatte, brachte Reich die Psychoanalyse Sigmund Freuds ins Spiel. Der kleinbürgerliche Alltag müsste geändert werden, die Macht der Familie, der Kirchen müsste kritisiert werden. Es wäre Aufklärung notwendig, mit der autoritären Sexualmoral müsste gebrochen werden. Reich argumentiert dafür, dass die Linke sich für Abtreibung, vorehelichen Geschlechtsverkehr, für sexuell befriedigende Beziehungen einsetzte, um den Autoritarismus zu überwinden. Im Gespräch mit Alex Demirović ist Prof. Helmut Dahmer, studierte bei Horkheimer und Adorno in Frankfurt am Main, war Professor für Soziologie in Darmstadt und lebt in Wien.
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July 6, 2024 at 8:00 AM
📢 Der neue #tldrPodcast zu Leo Löwenthals Werk «Falsche Propheten» ist erschienen.
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tl;dr #43: Leo Löwenthal: «Falsche Propheten» - Rosa-Luxemburg-Stiftung
Propaganda und Gewalt sind wesentliche Merkmale faschistischer Politik. In dem Text «falsche Propheten» analysiert Leo Löwenthal die rhetorischen Techniken, die Agitatoren in ihren Texten, Flugblättern oder Reden verwenden. Löwenthal war einer der Mitbegründer der «Kritischen Theorie» und Kommunikationsforscher. In dem Klassiker der politischen Psychologie untersucht er in den USA der 1940er Jahre die Rolle des «Agitators». Dieser verbreitet Verschwörungstheorien und «fakenews» und unternimmt gegenüber seinem Publikum eine Feindmarkierung von Linken, Politikern und Jüdinnen und Juden als Sündenböcke der gesellschaftlichen Krise. Der «Agitator» arbeitet auf die Verdummung der Bevölkerung hin und lenkt damit von den tatsächlichen Problemen der Gesellschaft ab. Löwenthal betrachtet dies als «Generalprobe fürs Pogrom». Die untersuchten Materialien sind nicht nur eine historisch interessante Forschung zu rechter Ideologie, sondern brandaktuell. Wer heute Rechte reden hört, wer sich in den Sozialen Medien umschaut, den springt die Aktualität dieser Untersuchung geradezu an. Zu Gast bei Alex Demirović ist in dieser Folge Simon Strick. Er arbeitet am ZeM - Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften und hat zuletzt das Buch «Rechte Gefühle. Affekte und Strategien des digitalen Faschismus» veröffentlicht.
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October 30, 2024 at 10:54 AM
📢 In der neuen Folge des #tldrPodcast geht es um das Thema #Wirtschaftsdemokratie🚩 und #FritzNaphtali. 👇🧵
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tl;dr #44: Fritz Naphtali: «Wirtschaftsdemokratie» - Rosa-Luxemburg-Stiftung
Sozialismus braucht Demokratie – nicht nur politisch, sondern auch wirtschaftlich. Fritz Naphtali fordert in seiner Schrift «Wirtschaftsdemokratie», dass die parlamentarische Demokratie, die dem Bürgertum von der Arbeiterbewegung abgerungen wurde, unvollendet ist und durch Wirtschaftsdemokratie ergänzt werden muss. Seiner Ansicht nach soll nicht mehr das Kapitaleigentum über das Schicksal des Gemeinwesens entscheiden. Für Naphtali bedeutet Sozialismus, dass auch die Wirtschaft Teil des Gemeinwesens wird und ökonomische Prozesse planvoll gestaltet werden können – mit gleichberechtigter Teilhabe aller. Dabei zeigt sich, dass schon jetzt relevante Veränderungen stattfinden. Deshalb ist es möglich, nicht auf eine letzte Stunde der Entwicklung zu warten, sondern den Kapitalismus zu biegen, bevor er einmal durch grundlegende Veränderungen der Eigentumsverhältnisse gebrochen wird. Zu Gast bei Alex Demirović ist in dieser Folge Hans-Jürgen Urban. Er ist geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall und Honorarprofessor für Soziologie an der Universität Jena.
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December 6, 2024 at 11:00 AM
Mehr zu Stuart Hall in unserem Theoriepodcast. #tldrPodcast
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tl;dr #12: Stuart Hall - Rosa-Luxemburg-Stiftung
Stuart Hall gilt als einer der einflussreichsten linken Wissenschaftler der Gegenwart. Politisch gehörte er zur ersten Generation der Neuen Linken. Theoretisch wollte er zur marxistischen Theorie der Überbauten beitragen. Dazu stützte er sich auf ungewöhnliche Weise auf Althusser, Derrida und Foucault und trug erheblich zu Entwicklung der britischen Cultural Studies bei. In vielen seiner Texte befasst er sich mit den Ambivalenzen der Identität und den rassistischen Erfahrungen, die er in der rassistischen Farbenlehre als «farbig» klassifizierter Bürger des Commonwealth auf Jamaika und in England machen musste. Die Idee einer Kreolisierung der Kolonialländer durch die «Kinder des Empire» macht ihn für postmigrantische Analysen wegweisend. Seine zahlreichen Aufsätze inspirierten die Medienwissenschaft, die Rassismusanalyse oder die Forschungen zu Populismus. Hall hat seine facettenreiche Theorie gelegenheitsorientiert in einer Vielzahl von Aufsätzen entfaltet und nicht in einem «Hauptwerk» komprimiert. In dieser Folge des Theoriepodcast diskutiert Alex Demirović mit der Stuart Hall-Expertin Nora Räthzel. Sie ist Soziologieprofessorin an der Universität von Umea in Schweden.
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February 3, 2024 at 9:01 AM
«Das neue Gesicht des Kapitalismus»
In ihrem Buch verfolgen Joachim Hirsch und Roland Roth einen materialistischen Ansatz und untersuchen die Entwicklung des Kapitalismus vom Fordismus zum Post-Fordismus: Was bleibt, was setzt sich durch? #tldrpodcast 🧵
tl;dr #34: J. Hirsch, R. Roth: «Das neue Gesicht des Kapitalismus» - Rosa-Luxemburg-Stiftung
Der Kapitalismus muss sich zwanghaft erweitert reproduzieren: immer mehr Kapital akkumulieren und verwerten. Dabei stößt er auf Widerstände und erzeugt Krisen. In ihrem Buch «Das neue Gesicht des Kapi...
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February 14, 2024 at 3:27 PM
Mehr zum Werk von Stuart Hall im #tldrPodcast 👇
tl;dr #12: Stuart Hall - Rosa-Luxemburg-Stiftung
Stuart Hall gilt als einer der einflussreichsten linken Wissenschaftler der Gegenwart. Politisch gehörte er zur ersten Generation der Neuen Linken. Theoretisch wollte er zur marxistischen Theorie der Überbauten beitragen. Dazu stützte er sich auf ungewöhnliche Weise auf Althusser, Derrida und Foucault und trug erheblich zu Entwicklung der britischen Cultural Studies bei. In vielen seiner Texte befasst er sich mit den Ambivalenzen der Identität und den rassistischen Erfahrungen, die er in der rassistischen Farbenlehre als „farbig“ klassifizierter Bürger des Commonwealth auf Jamaika und in England machen musste. Die Idee einer Kreolisierung der Kolonialländer durch die „Kinder des Empire“ macht ihn für postmigrantische Analysen wegweisend. Seine zahlreichen Aufsätze inspirierten die Medienwissenschaft, die Rassismusanalyse oder die Forschungen zu Populismus. Hall hat seine facettenreiche Theorie gelegenheitsorientiert in einer Vielzahl von Aufsätzen entfaltet und nicht in einem „Hauptwerk“ komprimiert.In dieser Folge des Theoriepodcast diskutiert Alex Demirović mit der Stuart Hall-Expertin Nora Räthzel. Sie ist Soziologieprofessorin an der Universität von Umea in Schweden.
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February 3, 2026 at 7:31 AM
Welche Grundlagen für kritisches Denken Derrida gelegt hat, die auch heute noch für emanzipatorische Analyse und Praxis wichtig sind, darüber sprach Alex Demirović mit dem Literaturwissenschaftler und Philosophen #JosephVogl im neuen #tldrPodcast.
March 6, 2024 at 8:00 AM
#AlexandraKollontai war die erste Ministerin und Botschafterin der Welt. Über #Kollontai sprach Alex Demirović im neuen #tldrPodcast mit der Journalist*in und Autor*in Şeyda Kurt. 👇🧵
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tl;dr #37: Die feministische Kommunistin Alexandra Kollonthai | mit Şeyda Kurt - Rosa-Luxemburg-Stiftung
Alexandra Kollontai war die erste Ministerin und Botschafterin der Welt. Sie setzte als Volkskommissarin für soziale Fürsorge 1917-1918 zahlreiche Verbesserungen im Eherecht und die Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs durch. Volksküchen und kollektive Kinderbetreuung wurde entwickelt. Die 14 Vorlesungen, die Kollontai 1921 an der Swerdlow-Universität vor Arbeiterinnen und Bäuerinnen hielt, legen dar, wie sich gesellschaftliche Verhältnisse entwickelten, unter denen Frauen historisch frei leben konnten und wie sie den Männern und der Familienarbeit immer wieder untergeordnet wurden. Neben den Kämpfen der Klassen gab es immer die Kämpfe der Frauen um ihre Emanzipation. Kollontai trägt Material zusammen, das Auskunft gibt über die stolzen Traditionen der intellektuellen Eigenständigkeit der Frauen und ihrer Kämpfe. Kollontai erklärt diese Unterwerfung unter die geschlechtliche Sklaverei damit, dass den Frauen der Zugang zur Teilnahme an der gesellschaftlich produktiven Arbeit vorenthalten wurde und bis heute immer noch wird. Dabei geht es ihr nicht allein um die jeweiligen historischen Eigentumsverhältnisse, sondern die geschlechtliche Arbeitsteilung. Ihre politische Praxis als Volkskommissarin der Revolutionsregierung zielte deswegen darauf, Frauen die Möglichkeit zu geben, an der gesellschaftlichen Arbeit teilzunehmen und sich aus dem Herrschaftszusammenhang der Familienarbeit, der Ehe und eingeschränkten erotischen Verhältnissen herauszulösen. Im Gespräch mit Alex Demirović ist Şeyda Kurt. Kurt ist Journalist*in und Autor*in u.a. «Radikale Zärtlichkeit – Warum Liebe politisch ist» (2021).
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May 17, 2024 at 10:20 AM
Mehr zu Max Horkheimers Werk in Folge Nr. 26 des #tldrPodcast. 👇
tl;dr #26: Max Horkheimer - Traditionelle und kritische Theorie - Rosa-Luxemburg-Stiftung
Der 1937 im US-Exil verfasste Aufsatz „Traditionelle und kritische Theorie“ ist ein Grundlagentext der kritischen Theorie. Wie denken wir, wie nehmen wir die Welt wahr, wenn wir emanzipiert leben? Diese Frage beschäftigt Horkheimer, und er will dieses kritische Denken vom Herrschaftsdenken des Bürgertums unterscheiden. Viele Marxist*innen hielten die Antwort für einfach: man müsse sich einfach auf den Standpunkt des Proletariats stellen. Für Horkheimer war dies in der Periode des Faschismus eine unbefriedigende Antwort. Ihm zufolge hat sich die Wahrheit zu kleinen Gruppen geflüchtet. Das bürgerliche Denken, so die zentrale These von Horkheimer, leugnet die Arbeit, den Anteil der Menschen an der Gestaltung der Welt, in der sie leben. Dies lässt den Eindruck entstehen, als gäbe es eine Welt ‹dort draußen›, auf die die Gesellschaft gar keinen Einfluss hat und der sie sich nur anpassen kann. Die Welt erscheint als eine Sammlung von Tatsachen, die unter bestimmten Oberbegriffen versammelt werden. Das Bürgertum hat kein Interesse an Theorie, zur Wahrheit hat es ein zynisches Verhältnis, sie dient der Manipulation der Beherrschten.Horkheimer betont demgegenüber – im Anschluss an Marx und Lukács -, dass Menschen ihre Verhältnisse herstellen. Durch menschliche Arbeit geschaffen, steckt in der gegenständlichen Welt Vernunft. Deswegen können wir sie begreifen. Aber diese Vernunft ist gespalten durch die Klassengegensätze. Das Bürgertum vertritt das Prinzip der Konkurrenz; es erweist sich als unfähig, eine gemeinsame Welt der Menschen als Menschheit herzustellen, sondern denkt nur an den Reichtum, das Glück weniger. Unter diesen Bedingungen bleibt Vernunft sich selbst gegenüber undurchsichtig. Demgegenüber kennzeichnet die kritische Theorie ein Verhalten, dem es um die Veränderung der Gesellschaft als ganzer geht. Die Begriffe der kritischen Theorie wie Arbeit, Produktivität, Geld, Krise sind Momente des gesellschaftlichen Prozesses selbst. Sie verändern sich mit ihm und ermöglichen es, die historischen Veränderungen zu begreifen und die Verhältnisse nach vernünftigen Gesichtspunkten zu verändern.Alex Demirović im Gespräch mit Gunzelin Schmid Noerr, Philosoph und Herausgeber von Horkheimers ‹Gesammelten Schriften›
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February 14, 2026 at 8:07 AM
Mehr zu Bourdieus Hauptwerk in dieser Folge des #tldrPodcast 👇
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tl;dr #22: Pierre Bourdieu – «Die feinen Unterschiede» - Rosa-Luxemburg-Stiftung
Bourdieu hat unser Verständnis von Klassenkämpfen enorm erweitert. Er dehnt dieses Verständnis noch bis zu dem Bereich aus, der sehr weit weg von ökonomischen oder politischen Prozessen zu liegen scheint: dem Geschmack. «Über Geschmack lässt sich nicht streiten», heißt es. Geschmack in den individuellen körperlichen Reaktionen wie die Verkörperung von Natur und Freiheit wirken. Der Geschmack ist eine Klassenpraxis – die Wahl von Kinos, Kunst, Sport, Friseur, Kleidung, Möbel oder Essen folgt Mustern. Bourdieu führt sie auf einen klassenspezifischen Habitus zurück. Dieser wird in den sozialisatorischen Prozessen der Familie und in der Schule erworben. Die Familie vermittelt ein Verhältnis zu den Dingen: zu Räumen, Mobiliar, Kunst, Tischmanieren. Die Schule bestärkt diese Aneignungsformen der Kultur durch die Titel, die sie verleiht. Sie bestätigt mit Bildungstiteln den Individuen, dass sie mit ihren Praktiken über legitime oder eben nicht so legitime Kultur verfügen. Diese Prozesse der Ausbildung des Habitus ist langwierige Arbeit und erfordert Ressourcen – Bourdieu zufolge ökonomisches, kulturelles, soziales Kapital. Darauf gestützt findet ein allseitiger Kampf über das statt, was als legitim Kultur gilt: welche Schulen, welche schulischen Titel, welcher Sport, welche Berufspositionen als «hoch» oder «niedrig» gelten. Es ist ein kontinuierlicher Kampf der Klassen um die Klassifikation. Der Geschmack trägt dazu bei, dass die Individuen von sich aus, bestimmt durch ihre körperlichen Neigungen, genau den Platz einnehmen, der ihnen in der Klassenordnung zukommt: Das Bürgertum erneuert seine Herrschaft durch den Geschmack der Distinktion, der es von Kleinbürgertum abrückt, das immer danach strebt, bürgerlich zu sein, aber nicht über eine ausreichende Menge an den herrschenden Kapitalsorten verfügt, um jemals jenen hochkulturellen Lebensstil zu erreichen. Das Bildungsstreben, so zeigt Bourdieu, das seit den 1960er Jahren eingesetzt hat, betrügt mehrere Generationen des Kleinbürgertums um den Erfolg des versprochenen Aufstiegs. Der herrschenden Klasse ist es gelungen, die Reproduktion ihrer Herrschaft durch die kulturellen Einrichtungen hindurch zu sichern und das Kleinbürgertum auf Trab zu halten, während die Arbeiter*innen sich in die Notwendigkeit der alltäglichen Not fügen. Zu Gast bei Alex Demirović ist in dieser Folge Franz Schultheis, Seniorprofessor für Soziologie des Kunstfeldes und der Kreativwirtschaft an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen und Präsident der Pierre Bourdieu-Gesellschaft. Er hat lange mit Pierre Bourdieu zusammengearbeitet und viele von dessen Schriften auf Deutsch herausgegeben.  Zum Weiterlesen: Mario Candeias (Hrsg.):   Klassentheorie – Vom Making und Remaking Argument Verlag 2021   Kapitel 4.3, Seite 292ff: Pierre Bourdieu, Die feinen Unterschiede: «Der Habitus und der Raum der Lebensstile» und «Die symbolischen Auseinandersetzungen» (1979)   (Kostenfrei als PDF zum Download) Grafik: Porträt des französischen Soziologen Pierre Bourdieu, @www.zersetzer.com
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August 1, 2024 at 9:01 AM