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Troetse vom Land - garantiert frisch. Fettfleckengeheimnishüter: Fettflecken werden wie neu, wenn man sie mit Butter behandelt. | jmatic.eu

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Feierabend nach einem langen und windigen Tag auf dem See. Windstille ist dann plötzlich auch schön. #wing #FOIL #bostalsee #saarland
August 28, 2026 at 5:50 PM
Habe zu „Rausch & Rauschen“ einen Teil 2 runtergeschrieben:
„Fülle & Fasten“
https://jmatic.eu/wordpress/fuelle-und-fasten/

#information #essen #diät #bildung #timeline #netzwerke #undwiedasso #zusammenhängt
Inhalt Toggle * Über intuitives Essen, Nachrichtenkonsum und Mangel * Der Appetit und die Umgebung * Die stumpfe Sättigung * Unsere Fehlernährung * Die Uniform * Das Lob des Mangels * Zwei ehrliche Einwände #### Über intuitives Essen, Nachrichtenkonsum und Mangel Ich habe vorletzte Woche in „Rausch und Rauschen“ über die innere Stimme geschrieben, die in unserer schnellen Überflusswelt langsam stirbt. Heute will ich den Gedanken aus anderer Perspektive in einer Art „Teil II“ fortführen. Es gibt diesen Moment, den jeder kennt, der schon einmal eine Diät gehalten hat: Man steht vor dem Kühlschrank, hat eigentlich keinen Hunger, aber der Kopf und die Diät sagen, es sei jetzt die richtige Uhrzeit. Oder man hat Hunger, aber die Diät sagt, es sei die falsche Uhrzeit. Oder, dieses eine Stück Käse sei erlaubt und jenes verboten. Wie auch immer – unter all diesen Regeln ist das simple Signal, das der Körper eigentlich senden wollte, längst verstummt. Man hört nicht mehr, ob man Hunger hat. Man hört nur noch die Buchhaltung. Evelyn Tribole und Elyse Resch haben diesem Zustand 1995 einen Namen und einen Gegenentwurf gegeben, „intuitives Essen“. Das ist kein Ernährungsplan, sondern die Weigerung, einen zu haben. Die Grundthese: Der Mensch kommt mit einem funktionierenden Regelsystem zur Welt – Hunger, Sättigung, Appetit –, und die Diätkultur beschädigt genau dieses System, indem sie es durch externe Vorschriften ersetzt. Wer wieder essen lernen will, muss nicht die bessere Diät finden, sondern die Diät als Kategorie verlassen und dem Körper wieder zuhören. Das hört sich im ersten Moment toll und einfach an, aber wie alle „hört-sich-toll-an“-Dinge, ist es erstens nicht so einfach und zweitens nicht so simpel, wenn man auf die Gesellschaft als Ganzes blickt. Doch dazu später mehr. Zunächst noch ein ergänzender Gedanke: Ich frage mich seit einer Weile, ob dieselbe Grundthese so – oder ähnlich – auch für das Denken gilt. Genauer: für den Nachrichtenkonsum, diese seltsame Tätigkeit, mit der wir mehrmals täglich unser Weltbild füttern, ohne je darüber nachzudenken, ob wir eigentlich Hunger haben. Und ich frage mich, ob die Antwort am Ende dieselbe ist wie beim Essen – nämlich: Ja, aber. Ja, hör auf deine inneren Signale. Aber sei nicht so naiv zu glauben, dass das genügt. ### Der Appetit und die Umgebung Die Übertragung funktioniert deshalb so verstörend gut, weil das Grundproblem dasselbe ist. In beiden Fällen trifft ein evolutionär sinnvoller Appetit auf eine industriell optimierte Überflussumgebung, die genau diesen Appetit ausbeutet. Der Hunger nach Nahrung war über Jahrtausende ein zuverlässiger Ratgeber, solange Nahrung knapp war. In einer Welt aus Zucker, Fett, MacDonalds und Zwölf-Stunden-Supermärkten wird er zur Falle. Und der Hunger nach Orientierung – zu wissen, was um mich herum geschieht, was relevant ist für mein Handeln, wovor ich mich in Acht nehmen muss – war ebenso sinnvoll, solange Information knapp und teuer war. In einer Welt aus endlosen Feeds, Push-Nachrichten und einer Aufmerksamkeitsökonomie, die nicht von meiner Orientierung lebt, sondern von meiner Erregung, wird auch dieser Hunger zur Falle. Wie tief dieser Orientierungshunger sitzt, spitzt der von mir gern gelesene Yuval Noah Harari in „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ zu, indem er Gedanken von Robin Dunbar (Anthropologe) aufgreift. Was den Sapiens von den anderen Menschenarten unterschieden habe – vom Neandertaler, vom Erectus –, sei nicht zuerst der Werkzeuggebrauch oder die Faust gewesen, sondern der Tratsch. Sprache, so die These, entwickelte sich vor allem, um soziale Information zu tauschen: Wer ist verlässlich, wer betrügt, mit wem hält es die Gruppe, wovor muss man sich hüten. Klatsch war überlebenswichtig, und weil er überlebenswichtig war, wurde er mit Lust belohnt. Der Mensch wurde zum Menschen, indem er ein unstillbares Bedürfnis entwickelte, zu erfahren, was die anderen treiben. Der Hunger nach Orientierung ist also kein modernes Laster. Er ist der domestizierte Nachfahre des Lagerfeuer-Tratsches, mit dem alles begann. Und hier kommt schon die Schlaraffenland-Pointe: Was den Menschen zum Menschen machte, verkauft man ihm heute im Kapitalismus portionsweise zurück, bis er daran erstickt. Der Feed – die Timeline – ist das Lagerfeuer, an dem niemand mehr aufhört zu reden und keiner mehr zuhört. Die Nachrichtenindustrie liefert nämlich, genau besehen, selten das, wonach der Orientierungshunger verlangt. Sie liefert dessen Zuckervariante: das Erregende, das Empörende, das Dringliche, das sich anfühlt wie Relevanz, aber keine ist. Es ist der Unterschied zwischen einer Mahlzeit und einem Snack, der süchtig macht und nie satt. Checkt mal eure aktuelle Facebook-, Instagram- oder sonstwas Timeline und prüft mal, ob da was dran sein könnte. Jedenfalls lohnt es sich hier genau hinzusehen, denn Zucker und Erregung sind nicht bloß ähnlich, sie sind dasselbe Prinzip. Beides sind Signalstoffe, die das System kapern. Süße hieß dem steinzeitlichen Körper: reife Frucht, seltene Energie, greif zu. Erregung hieß dem steinzeitlichen Geist: Gefahr, Neuigkeit, pass auf. Beide waren als knappe, kostbare Signale angelegt, und beide werden nun industriell in Mengen produziert, für die uns jeder Abschaltmechanismus fehlt. Der Junkfood-Konzern und der Aufmerksamkeitskonzern betreiben, nüchtern betrachtet, dasselbe Geschäft: die Isolierung und Übersättigung des einen Signals, das süchtig macht, auf Kosten der Substanz. ### Die stumpfe Sättigung Man könnte nun einwenden, der Körper habe doch eine Notbremse. Beim Essen jedenfalls gibt es ein Stopp-Signal. Der Magen dehnt sich, Hormone melden Sättigung, irgendwann will man nicht mehr. Ja, „irgendwann“. Das Signal ist da – keine Frage, aber es ist träge, es lässt sich übergehen. Die ganze Kunst des intuitiven Essens besteht darin, dieses Signal, das die Diätkultur übertönt hat, wieder hörbar zu machen. Es ist schon da. Man muss es nur freilegen. Bei den Nachrichten gibt es dieses Sättigungssignal in ähnlicher Form auch. Der Kopf meldet Sättigung sehr wohl: die Unkonzentriertheit nach der vierzigsten Minute, das Wort, das man dreimal liest und nicht behält, das Abschweifen, die dünne Gereiztheit, dieses diffuse Unwohlsein, das einem sagt, es sei genug. Der Geist ermüdet, und er zeigt es. Das Signal ist also da. Aber es ist von anderer Art als bei der Nahrungsaufnahme. Beim Essen ist der Signalfluss Richtung Sättigung simpel und direkt: Der Magen ist voll von der Nahrung, die ihn füllt, und das Signal sagt _von diesem Ding genug_. Es ist an den Inhalt gekoppelt. Die kognitive Ermüdung dagegen ist stumpf. Sie sagt nur _von Verarbeitung überhaupt genug_ , nie _von diesem hier genug, von jenem noch nicht_. Sie unterscheidet nicht. Sie kennt kein Thema, keine Relevanz, keine Qualität – nur die schiere Last. Aber genau dieses Signal hebeln die Feeds gekonnt aus. Sie übertönen dieses stumpfe Signal nicht, wie die Diät den Hunger übertönt – sie überschreiben es. Der Erregungskick der nächsten Empörung reaktiviert den erschöpften Kopf künstlich, fährt über die Müdigkeit hinweg, holt aus dem satten Geist noch einen Klick. Man ist mental längst voll und scrollt weiter, weil die Erregung die Erschöpfung überstimmt. Beim Essen gibt es das auch – das Dessert, für das noch Platz ist, obwohl man satt war. Das mag beim Essen auch gerne die Ausnahme sein, beim Feed ist es das Betriebsprinzip. Ich habe – aus einem anderen Betrachtungswinkel – auch darüber schon in „Rausch und Rauschen“ geschrieben. [Ironie an] _Diesen durchaus hinterhältigen Hinweis gebe ich nur, damit, wer jetzt seine informationelle Erschöpfung verspürt, zum nächsten Input getrieben wird – harharhar._[/Ironie aus] Wir, die Nachrichtenkonsumenten, haben also durchaus ein Sättigungsgefühl, nur taugt es nicht für die Aufgabe. Es sagt uns, ob wir genug haben, nie _wovon_. Es kann „hör auf“ rufen, aber nicht „hör mit diesem auf, nicht mit jenem“ – und selbst dieses stumpfe Genug wird uns von einer Umgebung überschrieben, die genau darauf spezialisiert ist. Das ist der Grund, warum die schöne Rede vom „achtsamen Medienkonsum“ so oft folgenlos bleibt: Sie unterstellt ein feines inneres Maß, wo wir oft nur ein grobes haben, und ein zuverlässiges, wo es systematisch überstimmt wird. ### Unsere Fehlernährung Doch die Menge ist ohnehin nicht das eigentliche Problem. Das eigentliche Problem ist die Substanz. Denn auch beim Essen fallen Sattheit und Güte auseinander. Hochverarbeitetes Zeug macht satt und ist trotzdem schlecht. Es liefert Kalorien ohne Nährwert, füllt den Magen und unterversorgt den Körper. Das Sättigungsgefühl meldet „genug“, während die Substanz „Mangel“ verursacht. Man kann sich satt essen und dabei den Körper trotzdem hungern lassen – langsam, unsichtbar, an allem, was fehlt. Genau so ist die Filterblase: sie ist die Junkfood-Diät des Denkens. Der Mensch in der Blase ist nicht nur zu voll. Er ist fehlernährt. Er bekommt reichlich, fühlt sich gesättigt, orientiert, versorgt – und ist es substanziell nicht. Das erklärt sogar, warum die Blase sich von innen so behaglich anfühlt: Junkfood schmeckt ja gut, das ist der ganze Sinn der Übung. Niemand bliebe in einer Blase, die sich unbefriedigend anfühlte. Allerdings gibt es hier doch einen Unterschied, den ich nicht wegargumentieren kann, auch wenn ich das gerne können würde: Bei der Nahrung gibt es einen halbwegs objektiven Maßstab für „gut“: Biochemie, Nährwerte, Mangelerkrankungen zeigen harte Werte. Man kann messen, dass jemand an Skorbut (Mangelernährung) leidet, egal wie satt er sich fühlt. Bei der Information ist das nicht so einfach, denn _jeder_ hält seine Quellen für die nahrhaften. Für die Fehlernährung des Denkens gibt’s halt kein Labor, das sie zweifelsfrei feststellen könnte. Die Fehlernährung erkennen wir mühelos bei anderen, leider nur selten bei uns selbst. Da hängen wir dann an einem uralten Problem, indem wir den Splitter im Auge des Anderen sehr schnell sehen, den Balken im eigenen Auge aber dummerweise nicht erkennen können. Es ist deshalb verführerisch, auf den Nachbarn zu zeigen, der in seiner Blase sitzt und sich für den einzig Informierten hält. Aber die Blase ist keine Eigenschaft der anderen. Sie ist die allgemeine Form dessen, der seiner Informationsintuition traut. Das ist der Balken im eigenen Auge. ### Die Uniform Wie aber verschwindet die Unterscheidbarkeit? Auf demselben Weg, oben wie unten. Über die Gleichmacherei der Form. Auch darüber habe ich in „Rausch und Rauschen“ schon geschrieben: Auf den Plattformen werden in der Timeline und in Profilen in sauberer und einfacher Käfighaltung alle gleichgemacht (gleiche Schrift, gleiche Felder) zur simplen, für jedermann zugänglichen, Nutzung. Und wo alle gleich aussehen, entscheidet nur noch wer am lautesten schreit. Die Lebensmittelindustrie tut mit dem Geschmack, was die Plattform mit der Form tut. Auch sie legt eine Uniform über alles: die Glasur aus Zucker, Fett und Salz, die über der Fertigsuppe liegt wie über den Frühstücksflocken, damit jedes Produkt gleich zugänglich schmeckt, gleich sofort belohnend, gleich unwiderstehlich beim ersten Bissen. Die feinen Unterschiede – das Bittere, das Herbe, das Säuerliche, das sich erst beim zweiten Hinschmecken erschließt – werden weggeglättet. Wie die algorithmische Vereinheitlichung der Form die Stimmen ununterscheidbar macht, so macht die industrielle Vereinheitlichung des Geschmacks die Speisen fast ununterscheidbar. Und beide begründen es mit Zugänglichkeit, mit „für alle“, mit einer Art demokratischem Versprechen. Man könnte es für Gleichheit halten. Es ist aber nur Gleichförmigkeit. Und beide zerstören denselben Sinn. Bei den Nachrichten stirbt, wie ich in „Rausch und Rauschen“ geschrieben habe, die innere Stimme – der Zweifel, jene leise Rückfrage, mit der einst das Wissen begann. Beim Essen stirbt der feine Geschmack – die Fähigkeit zu schmecken, dass etwas fad ist, bitter, komplex, _nicht sofort_ belohnend. Es sind im Grunde dieselben Sinne: die langsamen. Die, die Zeit brauchen. Wer nur noch Zucker schmeckt, schmeckt die Karotte nicht mehr. Wer nur noch Empörung hört, hört den Zweifel nicht mehr. Es ist ein und dieselbe Verarmung, einmal auf der Zunge, einmal im Kopf. ### Das Lob des Mangels Und damit bin ich an dem Punkt, um dessentwillen ich das alles geschrieben habe. Denn es liegt ja der Schluss nahe, die feinen Sinne müssten eben trainiert, geschützt, gepflegt werden – mehr Achtsamkeit, mehr Medienbildung, mehr guter Wille und mehr Disziplin. Das stimmt auch, und ich komme darauf zurück. Aber es fehlt eine Voraussetzung, ohne die all das nicht greift, und sie klingt paradox: Es mangelt uns an Mangel. Wer alles hat, muss nicht wirklich wählen, und wer nicht wählen muss, verlernt das Wählen – das Schmecken wie das Zweifeln. Der Hunger schärft den Geschmack: Jeder weiß, dass Brot und Käse nach einem langen Tag draußen besser schmecken als jedes Festmahl im Überdruss. Und die Stille schärft das Gehör: Der Zweifel braucht Weißraum, um hörbar zu sein – genau den Weißraum, den die Timeline nicht kennt, weil in ihr der nächste Beitrag den vorigen überschreibt, ehe er gelesen war. Weißraum ist nichts anderes als der typografische Name für Mangel. Die Pause ist ein Mangel an Reiz. Und in dieser Leerstelle allein kann etwas entstehen. Jeder gute Musiker hat das gelernt. Ich drehe mal das gewohnte Bild um. Wir behandeln den Mangel als das Problem, das der Überfluss endlich gelöst hat – kein Hunger mehr, keine Informationsarmut mehr, alles jederzeit für alle. Doch der Mangel war nie nur das Problem. Er war die Bedingung, unter der Geschmack, Urteil und Zweifel überhaupt arbeiteten. Und der Überfluss hat nicht den Mangel beseitigt, sondern die Fähigkeiten, die der Mangel hervorbrachte. Anders gesprochen: Fülle macht taub. Knappheit macht hörend. Fasten, Stille, Langeweile, der leere Nachmittag, das ungefüllte Warten an der Haltestelle, das man heute reflexhaft mit dem Blick aufs Display zuschüttet – lauter Formen kultivierten Mangels, die früher selbstverständlich zum Leben gehörten und die man nun mühsam wiederentdecken muss, weil sie die einzige Umgebung sind, in der die inneren Sinne sich erholen. Das Fasten war nie bloß Verzicht. Es war immer auch die Wiederherstellung des Geschmacks. Und die Stille war nie bloß Abwesenheit von Lärm. Sie war die Bedingung des Hörens. ### Zwei ehrliche Einwände Zwei Dinge gibt es, die ich am Ende noch hinzufügen muss, weil ich hier nicht als simpler Verzichtsprediger enden will. Der Mangel, den ich meine, ist nicht der wirkliche. Realer Mangel – Armut, Hunger, Informationsarmut unter Zensur – ist kein inspirierender Zustand, sondern Elend, und die Geschichte war nicht deshalb reicher an innerer Stimme, weil die Leute hungerten. Was ich meine, ist der gewählte, kultivierte Mangel des Satten: die Fähigkeit dessen, der alles haben könnte, freiwillig wegzulassen. Und das ist ein Luxus. Fasten kann nur, wer essen könnte. Weißraum leisten kann nur, wer den Lärm abstellen darf, wer die Zeit hat, die Muße, das Umfeld, das Reflexion belohnt statt bestraft. Der achtsame Konsum, das intuitive Essen, das kultivierte Wenig – all das sind Praktiken der Mittelschicht – das will ich nicht verschweigen. Die zweite Sache: Die Kur ist individuell, die Krankheit gesellschaftlich. „Iss intuitiv, konsumiere achtsam“ verlegt die Verantwortung für ein strukturelles Problem in den einzelnen Menschen – und lässt die Umgebung, die krank macht, ungeschoren. Man kann jemandem, der in seiner Fehlernährung sitzt, schlecht raten, doch bitte auf seine inneren Signale zu hören, wenn genau diese Signale das Produkt der Industrie sind, die ihn fehlernährt. Der Sensor, der ihm sagen sollte, was gut für ihn ist, ist ja nicht bloß übertönt wie der Hunger unter der Diät. Er ist umprogrammiert. Und daran erkennt man, woran gutes Essen zu erkennen ist – nicht am Sättigungsgefühl, sondern am Wissen: Nährwerte, Zutaten, ein gelerntes Urteil darüber, was der Körper braucht. Nennen wir es Ernährungsbildung. Und woran gute Information zu erkennen ist – ebenfalls nicht am Gefühl, sondern an einem gelernten Urteil: Quellen prüfen, Widerspruch aushalten, Komplexität ertragen, den eigenen Zweifel nicht als Makel, sondern als Erkenntnis begreifen. Nennen wir es Medienbildung. In beiden Fällen reicht die Intuition für die Menge, aber die Qualität verlangt ein erworbenes Urteil. Der Körper kann „genug“ fühlen, aber nicht „gesund“ schmecken. Der Geist kann „orientiert“ fühlen, aber nicht „wahr“ erkennen. Beides muss gelehrt werden, früh und selbstverständlich, so früh wie das Lesen. Damit ist für mich intuitives Essen als Denkmodell auch klar: Es ist ein Anfang, kein Ziel. Der erste Schritt ist, überhaupt wieder zu fragen: Habe ich eigentlich Hunger, oder ist das nur die Buchhaltung? Und beim Denken der zweite, den es beim Essen nicht braucht: Und wenn ich Hunger zu haben glaube – wer hat ihn mir eingeredet? Nochmal zur Klarstellung am Ende: Ich spreche hier nicht von Selbstoptimierung. Ich ermahne uns alle über Fragen der Erziehung, der Bildung nachzudenken, und das unter dem Gesichtspunkt, welche Gesellschaft wir haben wollen. Eine, die entscheidet, ob sie ihren Mitgliedern die feinen, langsamen Sinne beibringt – oder eine, die es jedem überlässt, still zu verkümmern, im Zucker und im Rauschen. Macht’s man gut jo
jmatic.eu
August 9, 2026 at 3:37 PM
Und ich naives Kind dachte, der argentinische Trainer schämt sich wegen des unwürdigen Verhaltens seiner Spieler …

Spanien entthront Argentinien: Trainer Scaloni bricht Pressekonferenz unter Tränen ab […]
Original post on troet.cafe
troet.cafe
July 20, 2026 at 12:41 PM
“Deine Darstellung der Dinge ist jetzt aber zu folgsame Forstpflege mit Motorsäge.”
“Häh?”
“Zu holzschnittartig.”
July 9, 2026 at 2:39 PM
Obwohl bei Albernatiefe für Deutschland die Anführungsstreiche gesetzt sind, könnte manch Einem der Witz trotzdem gegen den Strich gehen.
#noafd #unvuuck
July 6, 2026 at 2:38 PM
#wahr ist, dass die Rotsperre eine US-Fussballers aufgehoben worden ist, weil #trump bei #infantino intervenierte.
#unwahr ist, dass Infantino öffentlich seine tiefe Dankbarkeit zum Ausdruck brachte, weil ihn der Präsident gerade noch rechtzeitig vor der roten Gefahr gewarnt habe.

#WM2026 #fifa […]
Original post on troet.cafe
troet.cafe
July 6, 2026 at 12:21 PM
Haben gestern Abend bei absolutem Sauwetter an der „langen Nacht am See“ teilgenommen. 12 Stunden mit dem #rad rund um den #bostalsee radeln - soviel und solange jeder will. Am Ende waren es fast 1200 Teinehmer mit gefahrenen ca. 8870 km. Die km werden zu Spenden umgewandelt. Coole Sache.
June 13, 2026 at 7:52 AM
Ein Tag am Bostalsee. Foilen und chillen. Grandios. Jetztbinschfertsch. #wing #FOIL #saarland
June 6, 2026 at 5:34 PM
Die #ard will #wdr #cosmo platt machen. Unfassbar.
Meine Gedanken dazu: https://jmatic.eu/wordpress/hiphop-trotzdem/
Aus tiefstem Herzen und mit Hand auf‘s ebenjene: 90 % des deutschen HipHop finde ich stinklangeilig und einfach nur nervig. Warum? Die „Songs“ bestehen für mein Empfinden mehrheitlich aus visionloser langweiliger Mucke und untalentiertem Rumgejammere. Man möchte jedesmal rufen: „Heul doch! Ja, tu‘s – aber bitte doch nicht öffentlich!“ Wie komme ich zu diesem Urteil? Weil ich schon ewig Hörer von WDR Cosmo bin. Die bringen unglaublich viel tolle Musik aus aller Welt, aber eben auch deutschen Hiphop. Bis hierhin aber kein Problem. Ich kann mit der langweiligen deutschen Hiphopkacke leben, aber jetzt will – und damit komme ich zum eigentlichen Thema – die ARD den Sender WDR Cosmo platt machen. Wieso sie das tun wollen, könnt ihr hier lesen: „Das war‘s mit Cosmo“ (Sueddeutsche Zeitung). Unfassbar, oder? Die ganze Aktion mitsamt der Umbenennung dann auch noch „Weiterentwicklung“ zu nennen ist echt unverfroren. Ein fatales Zeichen ist es allemal in diesen Zeiten, in denen die Massen der rechten Politzombieabteilung hirnlos hinterhertapsen. Mit der Auflösung von WDR Cosmo in irgendein “Street-irgendwas” Senderüberbleibsel in der Yuppie-Sparte passiert genau das: Auflösung anstatt ein starkes Zeichen für multikulturelle Vielfalt zu erhalten. Anders gesprochen: die ARD erledigt hier in vorauseilendem Gehorsam das Geschäft der AfD. Ich kann’s nicht anders sehen. Ich mag den deutschen Hiphop noch genausowenig wie am Anfang des Artikels, aber ich mag WDR Cosmo – und liebe ARD, es wäre toll, wenn ihr eure Eier finden würdet.
jmatic.eu
June 6, 2026 at 8:26 AM
Surfen, foilen und paddeln - ein Träumchen auf dem Comer See.
#sup #lakecomo #urlaub
May 29, 2026 at 7:20 AM
Comer See, jetzt. #sup #urlaub
May 24, 2026 at 6:32 AM
Ich bin Fan von Polaroids und das habe ich hier mal in Wort und Bild gepresst:

https://jmatic.eu/wordpress/polaroids-dabinichfanvon/

#polaroids #bild #alteliebe
Inhalt Toggle * Ich bin Fan von Polaroidaufnahmen. * Was Polaroids besonders macht * Fast vergessen * Aktuelle Polaroids ### Ich bin Fan von Polaroidaufnahmen. Zuallererst natürlich weil: Ich bin halt auch alt genug, um mich an das Aufkommen dieser besonderen Fotoerscheinung zu erinnern. Mama und Papa kauften nämlich eines Tages eine Polaroid-Kamera. Wir Kinder waren fasziniert von dieser ultramodernen Sache. Um mich war es in dem Moment geschehen, als ich diese Kamera in der Hand hatte und auf den Auslöser drückte. Dieser erste Moment, als das Stück Papier aus der Kamera kam – das war mein Terry-Pratchett-Technomagie-Moment: Du schüttelst ein Stück Plastik, und irgendwie entscheidet Silberbromid über das Licht, das vor drei Minuten existiert hat – und dann ist da ein Bild. Das ist Technik die Magie ist, die Technik ist. Der erste Spaß hielt natürlich nur ein paar Minuten und ungefähr 10 oder 12 Bilder lang an. Ich weiß nicht mehr genau wieviele Fotos in einer Kassette waren. Jedenfalls war die Kassette mit den Blättern superschnell in Fotos mit sehr sehr alltäglichen Motiven transformiert und der Haken an der Sache war dann auch klar. Die Bilder waren teuer. Aber genau diese alltäglichen und spontan erfassten Motive sind für mich Teil des Zaubers. Es ist eine eigene Art zu fotografieren, denn ich halte Polaroids für Schnappschüsse – im allerbesten Sinne. ### Was Polaroids besonders macht Der Reiz dieser Fotos liegt meiner Meinung nach in der Unvollkommenheit. Heute würde ich es sogar – wie eben schon erwähnt – als ein ästhetisches Prinzip sehen. Die Farben sind oft etwas pastellig, die Ecken manchmal unscharf, die Belichtung nicht perfekt. Aber genau das macht den Charme aus! Durch die Art der Entwicklung bekommt jedes Bild eine ganz eigene Ausstrahlung. Polaroids wirken immer ein bisschen wie kleine Kunstwerke, die nicht zu ernst genommen werden wollen. Sie haben so eine unperfekte Schönheit, die einfach nicht zu toppen ist. Nimmt man die nüchterne Perfektion mit der die Smartphone-Kameras heute „Schnappschüsse“ ermöglichen, dann könnte man sagen: ein Polaroid lügt auf eine sehr charmante Art und Weise. Die leicht ausgewaschenen Farben, die verwaschenen Details, der weiche Kontrast, die Körnung – das alles tranformiert Realität in eine Stimmung. Möglicherweise kommt auch die Tatsache hinzu, dass alles immer in einem Rahmen präsentiert wird. Der Rahmen zentriert den Blick und erinnert mich gleichzeitig an ein Fenster durch das man in die Vergangenheit blickt. Lago Maggiore – 2025 ### Fast vergessen In den Neunzigern und Anfangs der Nullerjahre wurde die Polaroidfotografie mit dem Aufkommen der digitalen Kameras fast verdrängt. Ich selber habe in dieser Zeit aber sehr schnell wieder versucht in der digitalen Welt bei dem Polaroid-Prinzip zu bleiben. Das Mittel meiner Wahl war damals das iPhone 3GS. Mit ihm und einer Polaroid-App habe ich super gerne Schnappschüsse erstellt. Die Kamera des 3GS war wirklich nicht gut – und genau das war für mich perfekt. Ich nutze im Moment die App Nomo Cam – Point and Shoot (App Store Link) mit meinem iPhone für meine Polaroids. Ja, ich weiß, das ist nicht das Fotogafieren mit einer echten Polaroid-Kamera, aber für mich kommt es verdammt nah ran – auch weil ich mir angewöhnt habe Schnappschuss- like zu knipsen. 😉 Zur Veranschaulichung haue ich hier einfach mal ein paar neue Polaroids vom Wochenende rein. ### Aktuelle Polaroids Das war‘s auch schon für diesmal. Macht‘s man gut. jo
jmatic.eu
May 11, 2026 at 2:39 PM
May 8, 2026 at 7:39 PM
#wahr ist, dass das #Demokratievertrauen in Deutschland gesunken ist: https://hubu.de/2026/neuer-bpb-praesident-demokratievertrauen-ist-gesunken/

#unwahr ist*, dass möglicherweise viele der Überlebenden der Katastrophe die Rettungsversuche durch die herbeigeeilte #afd wahrnehmen werden, weil […]
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troet.cafe
May 8, 2026 at 11:46 AM
Heute Abend geht‘s wieder an den See. Mein Herz hüpft.
May 7, 2026 at 9:12 AM
Ich hab’ne Buchempfehlung:*
„Nexus“ von Yuval Noah Harari
Hier lesen**:
https://jmatic.eu/wordpress/nexus-leseempfehlung/
#information #harari #gesellschaft #sachbuch #aberinspannend #buch #leseempfehlung
* Keine Ahnung, ob‘s was von ratiopharm dagegen gibt.
**die Empfehlung, nicht das Buch.*** […]
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troet.cafe
May 5, 2026 at 7:19 PM
Totallangweiligeserstermaibild. Ich nenne es: die Ruhe vor dem Sonnenuntergang*
*plus abstürzendes Ausrufezeichenraumschiff
May 1, 2026 at 7:46 PM
Wird’s Zeit für‘n langes Wochenende? Jep. Definitiv.
April 30, 2026 at 9:52 AM
#wahr ist, dass die #Mineralölkonzerne ihre Gewinne in der #iran-Krise gerade mal verdoppelt haben.
#unwahr ist, dass man in der #cdu erleichtert ist, weil damit das Thema #Übergewinnsteuer vom Tisch ist, denn es handelt sich ja nicht um Übergewinne, sondern um Doppelgewinne.
April 28, 2026 at 4:42 PM
Guten Morgen, verzweifeln sie nicht. Mein geschultes Fachpersonal wird sich gleich um sie kümmern.
April 28, 2026 at 6:13 AM
Der #messenger #signal gilt als gut verschlüsselt und sehr sicher. Jedoch fand man jetzt heraus, dass er eine entscheidende Lücke durch die zur Verfügungstellung einer Schnittstelle zu kohlenstoffbasierten Im- und Exportmodulen aufweist.

#unvuuck #fun #kloeckner
April 27, 2026 at 7:55 PM