17 Jahre UhleBlog
Der 17. April ist für den UhleBlog immer ein spezielles Datum. Da jährt sich der allererste Artikel, der hier rausging. 17 Jahre ist das her. Irgendwie habe ich es immer wieder verpasst, meiner kleinen Spielwiese hier das Partyhütchen an dem Tag aufzusetzen. Dieses Mal habe ich daran gedacht. Ich habe mir deshalb gedacht, ich erzähle einfach mal wieder ein paar Dinge, die mir heutzutage wichtig sind, wenn es ums Bloggen geht. Kann ja sein, dass das jemanden interessiert.
## Die Intention hat sich verändert
Ich habe das hier schon häufiger erzählt: Als ich die Domain registriert habe, hatte man uns erzählt, dass man „bei so einem Job“ unbedingt eine eigene Webseite haben müsse. Ich habe dann einige Zeit selbst mit dem HTML-Editor irgendwas gefummelt. Dann hatte ich einen damaligen Kollegen, der mir irgendwas mit PHP gebaut hatte, aber mit allerlei güldenen Sternchen und so. Im Nachhinein war das eher Quatsch. Und dann kam WordPress.
Mir hatte jemand erzählt: Ey, wenn du nur irgendwelche Inhalte ins Netz knallen willst, nimm doch WordPress, da musst du dich nicht mit der Technik herumschlagen. Das habe ich dann gemacht. Und irgendwie fand ich dann raus: Huch, da kannst du ja Artikel raushauen. Und das habe ich dann mit dem bewussten allerersten Artikel gemacht. Der Begriff UhleBlog war da noch lange nicht spruchreif. Mir war dieses ganze Internet eigentlich eher wumpe.
Jedenfalls war das erst so, dass ich die eine oder andere Anleitung hinterlegen und für mich ein „externes Gehirn“ vorhalten wollte. Irgendein regelmäßiges Gesabber war gar nicht so meine Intention. Später war es dann so, dass ich in so einer Runde „Technik-Blogger“ dabei war. Irgendwelche Technik-Kongresse, auf denen ich gar nicht war, wollten wir kommentieren. Einer der so genannten „Technik-Blogger“ warf dann in den gemeinsamen Chat: „BLOGGEEEEEEEEEEEEEEENNNNN!!!“
Irgendwie war man angefixt. Das war dann so die Zeit, in der die Suchmaschinenoptimierung hier Einzug hielt. Später wurde ich dann schlauer. Ich habe zwar immernoch das eine oder andere Technik-Thema hier, aber die Intention, hier etwas aufzuschreiben, hat sich gewandelt. Ist es jetzt eher ein Tagebuch? Oder ein Nachschlagewerk? Ein Laberkasten? Ich weiß es nicht, ehrlich gesagt. Aber muss ich denn da irgendein Schild dran pappen?
## Und warum nun UhleBlog?
Also erstmal: Ich mache nicht mal das konsequent. Ich meine, ich könnte ja hergehen und bei jedem fucking Artikel, den ich ins Fediverse und zu Bluesky kippe, den Hashtag UhleBlog dran pappen. Aber in 90% der Fälle oder sogar noch häufiger vergesse ich das einfach. Irgendwann entstand die Idee, dass mir Social Media – egal auf welcher Plattform – gar nicht wichtig genug sein kann und dass mein Blog meine Homebase im Internet ist. Der Link ist nur ein Beispiel zu den Gedanken.
Ich hatte 2021 bis vielleicht 2023 eine mental schwierige Zeit, so mit Belastungsstörung und so. Erst war die Pandemie mit Möchtegern-Home-Office, dann das einschneidende Erlebnis des Todes meiner Mutter, gepaart mit fehlender Empathie meines damaligen Chefs, und noch dazu die Überflutung mit News und dem dummen Zeug auf Social Media. Letzten Endes war mein Entschluss, den Plattformen den Rücken zu kehren und mich auf meine Homebase, den UhleBlog, zu konzentrieren.
Ich bin zwar später nochmal zurück, aber es war nicht mehr dasselbe. Ich habe zwar noch einen Account im Fediverse und bei Bluesky, aber alle anderen Plattformen habe ich verlassen, und die beiden sind auch nicht mehr so meine Welt. Und so ist mir der UhleBlog die wichtigste Anlaufstelle, wenn ich etwas im Internet von mir geben will. Ich weiß, dass Blogs seit vielen Jahren sowas von letzter Saison sind. Aber ich lasse mir den einfach nicht wegnehmen.
Ich werde hier weiter vor mich hinschreiben. Ab und zu werden meine Artikel gar häufig aufgerufen, ab und so nicht. So ist das nun mal. Suchmaschinenoptimierung läuft hier nach wie vor, spielt aber für mich keine Rolle und dient nur als Orientierung. Ich werde hier weiter von mir geben, was mich so bewegt, wie meine Leidenschaft – die Musik – weitergeht und worüber man sonst so erzählen kann. Na klar, ich werde weiter vor mich hin bloggen. So, wie ich das immer tat, seit 17. April 2009.
## Einfach mal weitersagen
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