Bei Schiris ist es „zehn vor zwölf“
Legden/Dülmen. Etliche Vertreter der Vereine im Fußballkreis Ahaus/Coesfeld hatten sich zum „Tag des Fußballs“ auf der Hermannshöhe in Legden versammelt, um die relevanten Themen der abgelaufenen sowie der kommenden Spielzeit zu besprechen. Sieben Mannschaften galt es zu ehren, die in ihren Kreisligen die Meisterschaft errungen hatten: SC Südlohn (A1), Union Lüdinghausen (A2), RW Nienborg (B1), SG Coesfeld II (B2), Union Wessum II (C1), Fortuna Seppenrade II (C2), Turo d‘Izlo Gronau III (D1), DJK Stadtlohn III (D2) und SF Merfeld III (D3). Es folgte die mit Spannung erwartete Pokal-Auslosung, bei der Heike Schmidt von Turo Gronau als „Losfee“ ein glückliches Händchen bewies und etliche Derbys für die erste Runde ausloste (siehe weiteren Bericht). Die erste Pokalrunde ist für den 14. August terminiert, also unter der Woche vor dem ersten Kreisliga-Spieltag am 17. August. Die zweite Runde folgt dann am 11. September. Das Finale steigt wie gewohnt an Christi Himmelfahrt. Auf das Thema Pokal folgte ein eher unangenehmer Tagesordnungspunkt: der Bericht von Berni Langener als Vorsitzender des Kreissportgerichtes. Die Zahl von 90 Verfahren in der Saison 2024/25 habe er eigentlich verkünden wollen. „Heute kam aber noch Nummer 91 dazu, nachdem es in einem Altherrenspiel einen Kopfstoß gegeben hat. Manche werden offenbar auch im Alter nicht weise“, kommentierte der Roruper. Die Zahl rund um die 90 Verfahren sei zwar im Vergleich zu den Vorjahren eine Konstante, aber eben konstant zu hoch. Von den 41 Verfahren im Seniorenbereich seien elf wegen grob unsportlichen Verhaltens zustande gekommen, zehn wegen Tätlichkeiten, neun wegen Innenraumverweisen gegen Trainer und Offizielle, fünf wegen Beleidigungen, drei wegen Pyrotechnik, zwei wegen Passfälschung und eins wegen eines Spielabbruchs. „Die Zahl von 100 Fällen möchte ich nicht erleben“, mahnte Berni Langener und wies die Vereinsvertreter zudem auf die hohe Anzahl an Ordnungsgeldern hin. „Die Kreiskasse ist aufgebläht ohne Ende, weil sich viele Vereine immer wieder dieselben unnötigen Nachlässigkeiten leisten.“ Verbesserungspotenzial sah auch Tarik Pathe (ehemals Gündogdu) von Adler Buldern als neuer Vorsitzender des Kreisschiedsrichterausschusses bei seiner Einlassung: „Es bricht mir das Herz, wenn ich sehe, dass wir in der Kreisliga D schon seit einiger Zeit keine Spiele mehr mit offiziellen Schiedsrichtern besetzen können. Es ist zehn vor zwölf, dass uns das auch in der Kreisliga C blüht.“ Die Gesamtzahl von rund 250 aktiven Unparteiischen sei insgesamt zu gering. Die Vereine selbst könnten zur Lösung des Engpasses beitragen.